Sie entfachten das Aerobic-Fieber

Am 14. Zuger Aerobic-Cup versammelten sich 450 Turnerinnen und Turner aus der ganzen Schweiz in Zug. Der Wettkampf geniesst einen hohen Stellenwert – steht doch die Schweizermeisterschaft vor der Tür.

Nils Rogenmoser
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Die Jugend des DTV Laupersdorf zeigt ein anspruchsvolles Programm. (Bild: Roger Zbinden (Zug, 15. September 2018))

Die Jugend des DTV Laupersdorf zeigt ein anspruchsvolles Programm. (Bild: Roger Zbinden (Zug, 15. September 2018))

In der Sporthalle neben der Bossard-Arena liegt am Samstag, 15. September 2018, Wettkampfgefühl in der Luft. Die 14. Ausgabe des Zuger Aerobic-Cups lockt Aerobic-Begeisterte aus der ganzen Schweiz an und hat sich für das nationale Teilnehmerfeld in den letzten Jahren als Fixpunkt im Kalender etabliert – nicht zuletzt, weil es als wichtige Standortbestimmung vor der Schweizermeisterschaft am 24. und 25. November in Frauenfeld dient.

Aerobic ist eine Mischung aus klassischer Gymnastik und Tanz. Zu einem ausgewählten Musiksong wird meist in einer Gruppe eine möglichst anspruchsvolle Choreografie möglichst sauber geturnt. Am Zuger Aerobic-Cup hat man sich in den vier Kategorien Jugend, Paare, Aktive 3er bis 5er Teams und Aktive gemessen – die Darbietungen sind von einer kritischen Jury bewertet worden.

Von den obigen Festbänken und den prall gefüllten Tribünen betrachtet das Publikum die spektakulären Choreografien und feuert die Teams animiert klatschend an. Die Dynamik ist hoch und die Musikwahl variiert von energiegeladener Popmusik zu epischen Balladen. Zwei Schlüsselelemente, welche vereint werden, sind Ausdauer und Koordination.

Verletzungsgefahr ist vorhanden

Ramona Probst vom DTV (Damenturnverein) Laupersdorf verfolgt den Wettkampf mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Erst kürzlich verletzte sich die Turnerin, die zusätzlich Junioren coacht: «Es ist der erste Wettkampf, den ich verletzungsbedingt verpasse, was schon ärgerlich ist. Trotzdem zeigt es auf, wie anfällig man im Aerobic auf Verletzungen ist.» Als Kind habe sie sich ganz natürlich für diesen Sport entschieden, so Probst: «Mich fasziniert das Zusammenspiel zwischen der fetzigen Musik und der sportlichen Herausforderung seit jeher. Die Truppe in unserem Verein ist schon lange und mit Begeisterung beieinander, was eine gewisse Beständigkeit mit sich bringt. Da wir uns gut kennen, ist mir der Schritt zur Trainerin auch leicht gefallen.»

Mit dem Anlass rundum zufrieden

Christina Buholzer ist Mitglied im OK-Team und erklärt, dass die ständige Weiterentwicklung des Sports auch in der OK-Funktion zeitgemässes Denken verlange: «Im Juni haben wir eine neue Website aufgegleist und mit vermehrten Informationen über Facebook oder Instagram unseren Social-Media-Auftritt verstärkt. Vor allem die jungen Athletinnen und Athleten goutieren dies.» Mit dem heurigen Anlass sei man rundum zufrieden, so Buholzer weiter: «Die Stimmung ist phänomenal. Das Niveau ist sehr hoch und das Training im Vorfeld zeitintensiv, ich erkenne aber, dass mit viel Spass performt wird.»

Dies sieht auch Rebekka Wiederkehr so – die Mutter aus dem Aargau feuert ihre Tochter an: «Der heutige Aerobic-Wettkampfbesuch ist für mich eine Premiere und ich bin begeistert. Die Stimmung ist super – was will man mehr?»