Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug hat 15 000 Stunden Freiwilligenarbeit geleistet

Ein neuer Vize-Kommandant und ein neues Tanklöschfahrzeug: Die FFZ-Generalversammlung im Theater Casino war viel versprechend. Präsident Roman Jenny kündigte seinen Rücktritt an.

Olivier Burger, Mitglied FFZ
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Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zug beim traditionellen Fackelumzug. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 26. Januar 2019))

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zug beim traditionellen Fackelumzug. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 26. Januar 2019))

«Das beste Ross im Stall ist des Bauern Stolz. Das modernste Tanklöschfahrzeug im Feuerwehrgebäude ist des Kommandanten Stolz», mit diesen Worten begrüsste der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ), Daniel Jauch, die Gäste bei der Fahrzeugübergabe im Feuerwehrgebäude am Samstag. Das neue Tanklöschfahrzeug «Kolin 6» verfügt über eine Doppelkabine und einen Wassertank mit 3000 Litern Fassungsvermögen. Nach dem traditionellen Fackelumzug durch die Zuger Innenstadt fand die Generalversammlung wie gewohnt im Theater Casino statt. 201 Aktiv- und Ehrenmitglieder trafen sich, um die Vereinsgeschäfte zu beraten.

Anstelle des aus dem Kommando zurückgetretenen Vize-Kommandanten David Gisler wurde der bisherige Stabschef Richard Trinkler zum neuen Vize-Kommandanten ernannt. Zum Offizierskader gehören neu Samuel Schmid, Remo Meyer und Jorma Waltisberg. Zudem konnten zwei neue Feuerwehrleute aufgenommen werden. 21 Mitglieder traten an der Generalversammlung aus. Demnach leisten somit 135 Aktivmitglieder Dienst in der FFZ. 2019 absolvieren 15 angehende Feuerwehrleute das Einführungsjahr.

Stadtrat Urs Raschle übergibt FFZ-Kommandant Daniel Jauch den Schlüssel für das neue Tanklöschfahrzeug. (Bild: PD)

Stadtrat Urs Raschle übergibt FFZ-Kommandant Daniel Jauch den Schlüssel für das neue Tanklöschfahrzeug. (Bild: PD)

Im vergangenen Jahr rückte die FFZ 338 Mal aus. Dies waren 61 Einsätze weniger als im Vorjahr. Effektiv waren es aber deutlich mehr einzelne Einsätze, denn 2017 mussten 142 Mehrfacheinsätze nach Elementarereignissen geleistet werden. Im Berichtsjahr wurden diesbezüglich nur 22 Mehrfacheinsätze gezählt: verursacht durch den Sturm «Burglind» im Januar 2018.

Sechs neue Ehrenmitglieder

FFZ-Präsident Roman Jenny kündigte per Generalversammlung 2020 seinen Rücktritt an. Der zeitliche Aufwand für das Amt sei sehr gross, begründete er den Entscheid und im Hinblick auf eine berufliche Weiterbildung habe er sich zu diesem Schritt entschlossen. Als potenzieller Nachfolger ist der Präsident des 1. Löschzugs Jérôme Marcolin vorgesehen. Er wurde als Beisitzer in den Vorstand gewählt. An der Generalversammlung konnten gleich sechs Austretende mit Verdienst geehrt werden. Die neuen Ehrenmitglieder heissen Hermann Villiger, Jürg Flütsch, Martin Weber, Heinz Diggelmann, Christian Hefermehl und Ian Smith.

Stadtrat Urs Raschle überbrachte im Namen der in corpore anwesenden Stadtregierung deren Dank für die geleistete Arbeit und betonte, dass die Weiterentwicklung der FFZ Teil seiner strategischen Planung 2019 sei. Landammann Stephan Schleiss rechnete vor, dass die rund 15 000 geleisteten Stunden Freiwilligenarbeit der FFZ einem Gegenwert von 1,2 Millionen Franken entsprechen. Für die FFZ-Leistung empfand er eine grosse Dankbarkeit. Die Delegation aus der Partnerstadt Fürstenfeld führten der Bürgermeister Franz Jost und der Feuerwehrkommandant Gerald Derkitsch an. Beide lobten die 50-jährige Partnerschaft der beiden Feuerwehren.