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Judith Heusser arbeitete 19 Jahre lang im Altersheim Dreilinden

Die 64-jährige Judith Heusser hat eine beeindruckende berufliche Karriere hingelegt. Zuletzt arbeitete sie unter anderem 19 Jahre im Altersheim Dreilinden. Nun geniesst sie ihren wohlverdienten Ruhestand.
Martin Mühlebach
Judith Heusser mit ihrer Hündin Ella. (Bild: Christian H. Hildebrand (Rotkreuz 20. Dezember 2018))

Judith Heusser mit ihrer Hündin Ella. (Bild: Christian H. Hildebrand (Rotkreuz 20. Dezember 2018))

Der berufliche Lebenslauf, der vor kurzem in den Ruhestand getretenen Judith Heusser-Müller, ist gespickt mit mehreren unerwarteten Wendungen. Nach dem Schulaustritt liess sich die damals aufgeweckte junge Frau als Reiseleiterin ausbilden. Verschmitzt lächelnd erzählt sie: «Ich träumte davon, den erlernten Beruf auf Kreuzfahrten ausüben zu können. Mein Traum platzte, als man mir beschied, ich müsse zuvor während vier Jahren als Reiseleiterin auf Busfahrten durch Europa touren. Das wollte ich nicht.» Sie habe dann eine kaufmännische Stelle auf der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Uri angetreten und danach beim Credita-Inkassobüro in Küssnacht am Rigi. 1977 wurden die Weichen in ihrem Leben dann neu gestellt.

«An einem EVZ-Auswärtsspiel bei Servette Genf lernte ich Hanspeter Heusser kennen. Ein Jahr später heirateten wir, und seit 1980 sind wir in Rotkreuz wohnhaft», erzählt sie. Judith Heusser arbeite vorerst bei einer Krankenkasse in Zug, ehe sie eine Stelle als Sekretariatsmitarbeiterin im Altersheim Dreilinden in Rotkreuz annahm.

Kantonale Fachinstrukteurin Sanität

Im Dreilinden wurde Judith Heusser schon bald zur geschätzten Teamleiterin berufen, die wacker mithalf, den Betrieb zu professionalisieren. Sie betont: «Aus meiner 19-jährigen Tätigkeit im Dreilinden bleibt mir der tägliche Kontakt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Heims und der Alterswohnungen in bester Erinnerung.» Weniger gerne erinnere sie sich an den Tod des ehemaligen Heimleiters Karl Zenklusen und des Küchenchefs Peter Wey und von Bewohnerinnen und Bewohnern.»

Die Tätigkeit der Judith Heusser beschränkte sich aber nicht nur aufs Dreilinden. Als medizinisch ausgebildete Masseurin und Sporttherapeutin und kantonale Fachinstruktorin Sanität baute sie die Zusammenarbeit der Gebäudeversicherung des Kantons Zug und der Feuerwehr Peers auf. Judith Heusser sagt: «Nach einem Verkehrsunfall ende der 90er-Jahre auf der Höhe Rütihof, der drei Tote forderte, habe ich alle Gefühlsbewegungen durchgemacht.» Mit der Debriefing Ausbildung habe sie zudem die strukturierte Gesprächsführung mit den Betroffenen gelernt. «Dies und der Ausbau des Care-Teams kamen mir zugute, als ich 2001 beim Attentat in Zug als kantonale Fachinstruktorin als eine der ersten Fachperson der Notorganisation des Kantons vor Ort eintraf», erinnert sie sich. Auf die Frage, was ihr wichtig sei im Leben, antwortet Judith Heusser wie aus der Pistole geschossen: «Die Gerechtigkeit für Mensch und Tier.» Dass dies keine leere Worthülse ist, hat die taffe, hilfsbereite Frau stets aufs Neue bewiesen. So auch, als sie vor drei Jahren die schwer verletzte Hündin Ella vor dem sicheren Tod rettete. Dazu Judith Heusser: «Kinder wollten das arme Tier ertränken. Eine deutsche Tierschützerin vor Ort pflegte und betreute Ella solange, bis ich sie abholen und nach Hause nehmen konnte.

Erst einmal in die Toskana

In den letzten drei Jahren sei Ella immer bei ihr gewesen, wenn sie im Altersheim arbeitete. «Für das Entgegenkommen und Verständnis der Heimleitung bin ich sehr dankbar.» Dankbar ist auch ihr Mann Hanspeter Heusser, dass seine Frau ihre Aktivitäten zurückschraubte, als er seine jahrzehntelange erfolgreiche Laufbahn als Junioren-Fussballtrainer beendete. Gemeinsam mit ihrem Sohn Oliver (38) können die Heussers nun die zurückgewonnene Freizeit verdientermassen geniessen. Judith Heusser verrät: «Die nächsten paar Monate werden wir in der Toskana verbringen.» Wohlverdient, denn Judith Heusser hinterlässt bleibende Spuren zum Wohl von Mensch und Tier.

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