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Sie lassen sich ihre Ferien in der Türkei nicht verderben

Zug st. Die Geschehnisse in der Türkei bewegen auch die Türken, die in der Schweiz leben. «Ich wollte in der Nacht auf Samstag eigentlich von Mittelanatolien nach Istanbul fahren», sagt Kamuran Gökce, Mitglied der türkisch-islamischen Vereinigung Zug, der derzeit drei Wochen Ferien in der Türkei verbringt. Als der Putschversuch gestartet habe, hätten ihn sofort Freunde aus der Schweiz kontaktiert, worauf er sich entschieden habe, mit seiner Reise noch etwas zuzuwarten. «Ich war sehr schockiert. Und ich bin bis heute sehr verärgert über das Vorgehen der Putschisten», sagt Gökce. Als er am Tag darauf dann nach Istanbul gekommen sei, habe er bald festgestellt, dass die Erleichterung über das Scheitern des Putschs gross sei. «Die Leute und auch die Parteien sind alle zusammengestanden und haben sich gegen diesen Akt gewehrt. So etwas ist unglaublich, die haben auf ihr eigenes Volk und das vom Volk gewählte Parlament geschossen», ärgert sich der 43-Jährige. Aktuell beschreibt der Baarer die Stimmung in Istanbul als «ruhig» und etwas «gespannt». «Es wird immer noch darüber geredet, und viele verfolgen gespannt, wie es nun weitergeht – vor allem mit all jenen, die an dem versuchten Putsch beteiligt waren.

Seine Ferien in der Türkei aufgrund der politischen Lage nun frühzeitig abzubrechen, daran denkt Kamuran Gökce nicht. «Für mich ist klar, dass ich bleibe. Ich sehe in der Türkei auch keine grössere Gefahr als irgendwo anders auf der Welt.» Das würden auch viele Freunde und Bekannte so sehen. Gökce: «Die meisten, die ich kenne, machen trotzdem ihre geplante Reise in die Türkei.»

Zwei Wochen zu den Eltern

Nicht von seinen Ferien und damit dem Besuch bei den Eltern, die seit sechs Jahren in der Türkei leben, abhalten lassen, will sich auch der Chamer Erdal Aydin (31). «Ich werde ab nächster Woche zwei Wochen bei meinen Eltern in Bursa, das ist etwas südlich von Istanbul, verbringen», erzählt er. Den Schrecken über den Putschversuch habe er inzwischen verdaut. «Ich war dort die ganze Nacht in Kontakt mit meinen Eltern, und ich muss ehrlich sagen, ich bin froh, dass es so gekommen ist, wie es nun ist», sagt der 31-jährige Kundenberater im Bereich der Medizinaltechnik. Seine Eltern seien natürlich etwas besorgt, wenn er nun in die Türkei komme. Sie würden sich aber auch schon lange auf seinen Besuch freuen und hätten ihm deshalb nicht abgeraten. Aydin: «Ich selbst habe keine Angst. Allerdings werde ich grosse Städte wie etwa Istanbul lieber meiden.»

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