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Zwei Zuger sind bereit für die Berufsmeisterschaft

Die zwei Zuger Andrea Schelbert und Philipp Blattmann haben ihre Lehre erfolgreich abgeschlossen. An den SwissSkills präsentieren sie nächste Woche ihr ganzes Können.
Vanessa Varisco
Der Zuger Junglandwirt Philipp Blattmann will an der Berufsmeisterschaft sein Können unter Beweis stellen. (Bild: Stefan Kaiser)

Der Zuger Junglandwirt Philipp Blattmann will an der Berufsmeisterschaft sein Können unter Beweis stellen. (Bild: Stefan Kaiser)

Klar, dass ich Landwirt werden möchte. Andere Berufe habe ich gar nicht in Erwägung gezogen», berichtet Philipp Blattmann (18). Aufgewachsen ist er auf einem Bauernhof, und es sei für ihn schon als Kind klar gewesen, dass er einmal in die Fussstapfen seines Vaters treten wolle. Während seiner dreijährigen Lehrzeit hat er auf drei unterschiedlichen Betrieben gearbeitet. Das sei so üblich in der Landwirtschaft, wie er erklärt. Denn auf jedem Hof gebe es unterschiedliche Abläufe, und durch die Wechsel habe er Einblicke in jene gewonnen. Zu tun gebe es immer viel.

Am Morgen stehen das Melken und Misten auf dem Plan. Anschliessend an das gemeinsame Frühstück auf dem Hof gelte es, verschiedene Aufgaben zu erledigen. Je nach Wetter drinnen oder draussen. «Am besten gefallen hat mir die Arbeit mit den Milchkühen», erinnert sich der 18-Jährige. «Alles an meiner Arbeit macht mir Spass. Für mich ein Traumberuf.» Selbst an das frühe Aufstehen gewöhne man sich, wie er betont.

Auch Andrea Schelbert (23)ist glücklich mit ihrer Berufswahl. Nachdem sie eine Lehre als Landwirtin absolviert hatte, entschloss sie sich, noch eine als Pferdefachfrau anzuhängen. Welche sie nun abgeschlossen hat. «Das war für mich ein wichtiger und wertvoller Schritt», so die Baarerin. Bereits als Landwirtin hatte sie Kontakt zu Pferden. «Die Arbeit und der Umgang mit den Pferden faszinierten mich schon seit meiner Kindheit», begründet sie ihre Entscheidung. Während ihrer Lehrzeit sei sie besonders begeistert gewesen davon, sich täglich mit den Pferden zu beschäftigen, sie zu trainieren. Auf die verschiedenen Charaktere der Tiere einzugehen, habe sie fasziniert. Die Herausforderungen in ihrer Lehre hätten für sie vor allem ­darin bestanden, die erlernte Theorie in die Praxis einzubringen und umzusetzen.

Dank guter Leistungen an die Schweizer Meisterschaft

Die beiden Zuger haben sich nun für die SwissSkills nächste Woche qualifiziert (siehe Box). Philipp Blattmann hat als Klassenbester abgeschlossen und wurde von einem Lehrer angesprochen, ob er Interesse hätte, an den Schweizer Berufsmeisterschaften teilzunehmen. Geprüft wird er in unterschiedlichen Kategorien wie beispielsweise Pflanzenkunde oder Tierhaltung.

Auch ein Geschicklichkeitsparcours mit dem Traktor gilt es zu bestreiten. «An den Schweizer Meisterschaften teilzunehmen, ist eine tolle Chance. Und von einem Lehrer angefragt zu werden, hat mich ein wenig stolz gemacht», so der Landwirt. Die meisten Aufgaben kennt er bereits aus der Schule, und die praktischen Übungen gehören zu seinem Berufsalltag. «Zur Vor­bereitung werfe ich noch einmal einen Blick in die Bücher», führt er aus. Das Lernen sei ihm immer leicht von der Hand gegangen. «Es lernt sich leichter, wenn das Interesse und die Freude für den Beruf da ist», betont er.

Ähnlich ist es auch Andrea Schelbert ergangen. Sie erhielt eine Einladung für die Swiss­Skills und wird unter anderem zu Fütterung, Ausrüstung von Reiter und Pferd sowie Pflege ­geprüft. Am Finaltag komme noch das Reiten dazu, wie die Pferdefachfrau weiss. «Für mich ist es eine Möglichkeit zu sehen, wo ich stehe», erklärt die 23-Jährige. Sie kenne die praktischen Arbeiten aus dem Betrieb und habe sich zur Vorbereitung in Fachbücher eingelesen. «Je ­näher der Prüfungstag kommt, je mehr spüre ich die Nervosität», verrät sie.

Arbeit im Ausland wäre eine Option

Eine Idee, wie es weitergeht, ­haben beide Lehrlinge aus dem Kanton. «Toll wäre, in Zukunft auf einem grossen Hof in Neuseeland oder Kanada zu arbeiten», überlegt Junglandwirt Philipp Blattmann. Vorerst arbeitet er ein Jahr auf einem Betrieb in Hausen am Albis. Da seine zwei Brüder ebenfalls eine Ausbildung zum Landwirt gemacht hätten, sei nicht ­sicher, dass er den Hof zu Hause einmal übernehmen könne. Auch die Pferdefachfrau Andrea Schelbert hat sich solche Gedanken gemacht. «Gerne würde ich mal auf einer Rinder- und Pferderanch im Ausland arbeiten.»

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