Sie und ich – wir wissen es nicht

Zum Leserbrief «Sofort auszahlen – als Gutschein», Ausgabe vom 15. Juli

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Dem Leserbriefschreiber Werner Schäfer gegen die Familie Blocher und die SVP möchte ich antworten.

Werner Schäfer stellt richtig fest, dass es feste Regeln gibt, wie viel Einkommen einem alt Bundesrat angerechnet wird, um eine Rente anteilsmässig oder gar nicht mehr auszuzahlen. Dies überprüft nun die Finanzdelegation wahrscheinlich im Herbst dieses Jahres. Ebenfalls wird überprüft, ob eine nachträgliche Auszahlung nach diesen vielen Jahren des Verzichts noch rechtmässig ist.

Also lassen wir doch zuerst alles prüfen, bevor Sie, die Medien und alle Neider, vermutlich sind Sie auch einer von denen, ihre Kommentare in den Medien breitschlagen.

Offen ist auch noch die Frage, wie er das Geld, das er bekommt, einsetzt. Sind es Spenden in kulturelle oder soziale Projekte? Sie und ich wissen es noch nicht, es geht uns eigentlich gar nichts an.

Wenn Sie sich vorher informiert hätten, wüssten Sie auch, dass er bereits seit vielen Jahren immer wieder Spenden und Unterstützungen in die vorgenannten Bereiche getätigt hat.

Haben Sie Fakten, wie viel Aktien er überhaupt noch besitzt? Wissen Sie, wie viel Dividenden er bekommt? Wahrscheinlich nicht, aber Sie plappern im Leserbrief Vermutungen ohne Recherchen in die Weltgeschichte hinaus und spekulieren einfach ins Leere, wahrscheinlich aus purem Hass und Neid.

Wenn in unserem Kanton die Steuererklärungen verschickt werden, hagelt es in unseren Zeitungen nur so von Firmen, die uns helfen wollen, diese Steuererklärungen richtig und vor allem auch steuerlich optimiert ausgefüllt werden. Das ist ihr gutes Recht sowie auch Ihr und mein Recht, von diesen Angeboten zu profitieren.

Dass Sie nun die Steuerberater von Christoph Blocher als raffiniert bezeichnen, ist nicht nur arrogant, sondern unwahr und rufschädigend.

Betreffend Caritas- Läden: Es wäre besser, einmal die heutige «Kundschaft» dieser Caritas-Läden im Kanton Zug zu hinterfragen.

Ein Beispiel: Ist es gerecht, dass ein Ehepaar einen Ausweis für den Eintritt in solche Verkaufsläden vom Sozialamt bekommt? Beide fahren vor den Laden, die Frau steigt aus, der Mann wartet im Auto auf sie. Aber das Fahrzeug in einer hohen Preisklasse passt irgendwie nicht dazu. Er arbeitet ja vermutlich auch nicht, darum der Weg zum Sozialamt. Dieses Beispiel ist leider nur eines von vielen.

Herr Schäfer, kümmern Sie sich lieber um solche Ungerechtigkeiten, als sich mit primitiven Unterstellungen, Vermutungen und Hasstiraden öffentlich herumzuschlagen.

Hans Steinmann, Baar