SIHLBRUGG: Horror-Crash fordert drei Verletzte

Bei einem spektakulären Verkehrsunfall beim Autobahnende in Sihlbrugg sind drei Personen verletzt worden. Mehrere Autos erlitten Totalschaden.

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Die Unfallstelle beim Autobahnende in Walterswil. (Bilder Zuger Polizei)

Die Unfallstelle beim Autobahnende in Walterswil. (Bilder Zuger Polizei)

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Zuger Polizei am Freitagmorgen kurz vor 10 Uhr in Sihlbrugg beim Autobahnende Walterswil.

Ein 32-jähriger Lastwagenfahrer wollte auf die Autobahn fahren, als zur gleichen Zeit ein 51-jähriger BMW-Fahrer die Kreuzung Autobahn/Sihlbruggstrasse kreuzte. Die beiden Fahrzeuge prallten heftig mitten auf der Kreuzung ineinander.

Wer hatte Grün?
Beide Lenker gaben später zu Protokoll, ihre Ampel hätten grün angezeigt. Nach dem Aufprall wurde der Lastwagen nach links abgedrängt und fuhr auf der falschen Strassenseite auf die Autobahn. Dort knallte er frontal in zwei hintereinander stehende Autos, die beim Autobahnende vor dem Rotlicht warteten.

Das eine Auto, ein Mazda 323, wurde rund 30 Meter weit eine Böschung hinauf geschleudert, das andere Fahrzeug, ein VW Touareg, drehte sich um 180 Grad und wurde zur Seite geschoben.

Im Mazda sassen vier schwedische Touristen im Alter zwischen 40 und 74 Jahren. Sie wurden eingeklemmt und konnten das Wrack nicht selbstständig verlassen. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ) musste die Opfer aus dem Auto schneiden. Sie kamen mit leichten oder mittelschweren Verletzungen davon. Eine Person blieb unverletzt. Die zwei Insassen im Touareg blieben ebenso unverletzt wie der Lenker des BMW sowie der Lastwagenfahrer.

50 Rettungskräfte im Einsatz
Die Rettungsdienste Zug, Luzern und Affoltern am Albis ZH betreuten die Verletzten und brachten sie in Spitalpflege. Weiter waren Fachkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Zug, der Feuerwehr Baar, der Staatsanwaltschaft Zug sowie der Zuger Polizei vor Ort. Insgesamt standen über 50 Personen im Einsatz.

Lichtsignalanlage wird ausgewertet
Die Zuger Staatsanwaltschaft liess den BMW und den Lastwagen sicherstellen. Die technische Überprüfung bei Letzterem führte zu keinen Beanstandungen. Zur Klärung des Unfalles wird nun unter anderem das Protokoll der Lichtsignalanlage bei der Kreuzung ausgewertet.

Alle drei Autos erlitten Totalschaden. Der Sachschaden dürfte 150'000 Franken übersteigen. Beim Autobahnende kam es während rund drei Stunden zu Verkehrsbehinderungen.

pd/rem

Die Unfallstelle beim Autobahnende. (Bild FFZ)