SIHLBRUGG: Im «Waldhaus» wird wieder getanzt

Zuerst war das ehemalige Restaurant ein Gourmettempel, später ein Cabaret. Dann wurde das Haus vor einem Jahr zwangsversteigert und renoviert. Das Rotlicht bleibt.

Stephanie Hess
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Das Cabaret Waldhaus beim Bahnhof Sihlbrugg heisst neu «Kit Cat Club» (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Das Cabaret Waldhaus beim Bahnhof Sihlbrugg heisst neu «Kit Cat Club» (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Das «Waldhaus» in Sihlbrugg schaut auf eine bewegte Geschichte zurück. In den 1960er Jahren war das Chalet noch ein Gourmetrestaurant mit französischer Küche. Rund 30 Jahre später entstand in den Räumlichkeiten ein Sex-Nachtklub. Nachdem die Betreiber vor zwei Jahren pleite gingen, wurde das Haus zwangsversteigert. Jetzt, nach einer rund einjährigen Renovationszeit, ist es wieder geöffnet – und es bleibt, was es früher war. Clemens Maissen, Pressesprecher der Imocrone AG, die das Gebäude von den heutigen Besitzern gepachtet hat, legt jedoch Wert darauf: «Wir sind kein Bordell.» Man verfüge für das Lokal mit dem neuen Namen Kitcatclub eine Bewilligung für die Betreibung eines Cabarets.

Im Kanton Zug selber existieren keine Nightklubs, Kontaktbars, Cabarets oder Bordelle. Der Grund dafür ist laut Justizdirektor Beat Villiger ein Entscheid, der 1999 gefallen ist und bis heute nachwirkt. Damals verfügte die Regierung, einem Chamer Nachtklub keine sogenannten L-Bewilligungen für die Tänzerinnen zu erteilen. «An dieser restriktiven Praxis haben wir bis heute festgehalten», sagt Villiger.

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