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SIKA-STREIT: Sika-VR beschränkt Stimmrechte der Erben

An der Sika-Generalversammlung vom Freitag wird die Erbenfamilie ihre Stimmrechte nicht voll ausüben können. Der Verwaltungsrat hat erwartungsgemäss beschlossen, die Stimmen ihrer Schenker-Winkler Holding (SWH) erneut auf 5 Prozent zu beschränken.
Hochbetrieb bei Sika: Der Baustoffhersteller will mit der Eröffnung von weiteren Fabriken Gas geben. (Archiv) (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Hochbetrieb bei Sika: Der Baustoffhersteller will mit der Eröffnung von weiteren Fabriken Gas geben. (Archiv) (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Die Beschränkung erfolge im Interesse der Gesellschaft zur Aufrechterhaltung des Status Quo, bis die strittigen Rechtsfragen im ordentlichen Verfahren geklärt seien, teilte Sika am Freitagmorgen mit. Die Kontinuität an der Spitze solle gewahrt bleiben.

Konkret gilt die Stimmrechtsbeschränkung für die Abwahl der Verwaltungsräte Monika Ribar, Paul Hälg (Präsident) und Daniel Sauter und für die Zuwahl von Max Roesle als Verwaltungsratspräsident. Damit dürfte der Verwaltungsrat in der jetzigen Form bestehen bleiben, denn die Publikumsaktionäre stellen sich mehrheitlich hinter den Verwaltungsrat.

Ebenso scheint klar, dass die Familie ihren Kandidaten Roesle nicht in den Verwaltungsrat hieven können wird. Die Familie hatte im Juli bekannt gegeben, nur noch die Abwahl von Sauter, nicht aber diejenige von Hälg und Ribar zu begehren. Offenbar hoffte sie, damit der Stimmrechtsbeschränkung zu entgehen und den Juristen Roesle im Verwaltungsrat installieren zu können.

Beschränkung gilt nicht bei Vergütung

Die Stimmrechtsbeschränkung gilt nicht für die Abstimmung über die Vergütung des Verwaltungsrats, wie es weiter hiess. Die Vergütung hatte die SWH mit ihrer Stimmenmehrheit bereits an der ordentlichen GV im April abgelehnt. Der Verwaltungsrat behält sich vor, die Stimmrechtsbeschränkung aber bei weiteren Anträgen anzuwenden.

Der Verwaltungsrat kämpft gegen die Pläne der Ankeraktionärin SWH, deren Aktienpaket für 2,75 Milliarden Franken an den französischen Konkurrenten Saint-Gobain zu verkaufen. Die SWH besitzt 16 Prozent der Kapitalanteile, aber 52 Prozent der Stimmrechte. Mit der Abwahl von gegen die Übernahme kämpfenden Verwaltungsräten will die SWH den Weg für den Deal freimachen.

Mit Verweis auf eine Interpretation der Statuten hat der Verwaltungsrat die Stimmrechte der Gründerfamilie bereits an der ordentlichen GV vom April beschränkt und die Abwahl der Räte damit verhindert. Ob dies rechtmässig ist, müssen die Gerichte entscheiden.

Die Frage, die das Gericht klären muss, dreht sich darum, ob die Schenker-Winkler Holding (SWH) der Erbenfamilie und Saint-Gobain eine Gruppe bilden. Denn bestehende Aktionäre kann der Verwaltungsrat gemäss der in den Statuten festgehaltenen Vinkulierung nicht ablehnen. Und die SWH ist ein solcher bestehender Aktionär.

Rekordergebnis trotz Frankenstärke

Kurz vor dem Showdown an der ausserordentlichen GV legte der Zuger Baustoffhersteller am Freitag ein Rekordergebnis vor. Der Halbjahres-Gewinn stieg um über 11 Prozent, obwohl der Umsatz wegen der Frankenstärke leicht rückläufig war.

Zwischen Januar und Juni erwirtschaftete Sika einen Gewinn von 197 Millionen Franken, wie das Unternehmen mitteilte. Es handle sich um den höchsten Halbjahres-Gewinn der Firmengeschichte, teilte Sika weiter mit.

Der Umsatz lag bei 2,625 Milliarden Franken und blieb damit 1,2 Prozent unter dem Wert der Vorjahresperiode. Bei konstanten Währungen, als ohne die negativen Umrechnungseinflüsse durch den starken Franken, wäre der Umsatz laut Sika um 5,6 Prozent angestiegen.

Dass der Gewinn trotz Frankenstärke so hoch ausfiel, begründet Sika mit mehreren Faktoren: Es sei mehr verkauft worden - Sika übernahm einige Firmen -, die Effizienz sei gestiegen, geholfen hätten aber auch die niedrigen Rohstoffpreise. Das alles führte zu einer überproportional höheren Marge (sda)

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