Sind Zuger Polizeieinsätze zu teuer?

Der EVZ stellt hohe Rechnungen in Frage, welche die Polizei für ihren Einsatz rund um ein Hockey-Spiel stellt. Damit wird die Höhe von Stundenansätzen eines Polizisten generell debattiert.

Drucken
Teilen
Die Zuger Polizei begleitet eine Gruppe ZSC-Fans vom Bahnhof zur Bossard Arena. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Zuger Polizei begleitet eine Gruppe ZSC-Fans vom Bahnhof zur Bossard Arena. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

«Es macht den Eindruck, dass sich die Zuger Polizei auf dem Buckel der Vereine finanzieren will», erhebt Roland Wyss, kaufmännischer Geschäftsführer des EVZ, in einem Leserbrief (siehe Forum, S. 26, in der Neuen Zuger Zeitung vom Samstag, 17. März) neue Vorwürfe: Die Zuger Polizei habe seit der Einführung des neuen Polizeiorganisationsgesetzes, das seit 1. Januar gilt, mehr für Einsätze bei EVZ-Spielen in Rechnung gestellt, als das offiziell kommuniziert worden sei.

Die Kritik von Wyss reicht noch weiter. Ihm sind die generellen Stundenansätze für Zuger Polizisten bei Einsätzen zu hoch. «Bis 20 Uhr wird ein Ansatz von 122.85 Franken verrechnet, nach 20 Uhr und grundsätzlich an Wochenenden pro Stunde 153.55 Franken.» Gemäss einem Bundesgerichtsentscheid von 2009 würden Stundenansätze von lediglich 80 Franken als angemessen betrachtet.

Eine Polizistenstunde im Kanton Obwalden kostet im Vergleich 110 Franken.» Offenbar gibt die Zuger Polizei auf der Basis eines grundsätzlich höheren Stundenansatzes als andere Kantone ihre Einsatzkosten an den EVZ weiter. Eine Nachfrage bei der Kantonspolizei Luzern etwa bestätigt: «Pro Polizist und Stunde verrechnen wir üblich laut Gebührenverordnung 100 Franken», sagt Kommunikationschef Kurt Graf.

Wolfgang Holz

<em><strong>Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung oder als Abonnent/in kostenlos im E-Paper.</strong></em>