Sins kämpfte mit den Wassermassen

Im Oberfreiamt standen Unterführungen und die Bachtalmühle unter Wasser.

Andrea Weibel
Drucken
Teilen
Eine überflutete Unterführung in Sins.

Eine überflutete Unterführung in Sins.

Bild: PD

Der Kanton Luzern hat in den vergangenen Tagen immer wieder spektakuläre Bilder von Überschwemmungen geliefert. Im Oberfreiamt, das den Kanton Luzern grenzt, war es nicht ganz so schlimm. Aber die Gemeinde Sins beispielsweise hat ebenfalls mit sehr viel Wasser zu kämpfen gehabt. «Zwei Unterführungen standen unter Wasser. Und auch die Bachtalmühle ist unter Wasser gesetzt worden», zählt Gemeindeammann Josef Huwiler auf. «Am stärksten hat aber der Dorfbach gelitten. Für die neue Südwestumfahrung, die sich noch im Bau befindet, waren mehrere Röhren verlegt gewesen. Die hat es durch das viele Wasser weggeschwemmt und wir mussten sie überall aus dem Bachbett fischen.» Ausserdem seien verschiedene Strassen «extrem ausgeschwemmt» worden, wie der Gemeindeammann sagt. «Sogar einige der ganz neuen Strassen.»

Feuerwehr, Gemeinde und Bauern helfen mit

Das war alles am Donnerstag, 2. Juli. Doch schon am Freitag, 3. Juli, war alles wieder im Griff. Huwiler erklärt: «Es gibt halt immer wieder einmal Sommergewitter, die sich aufstauen und dann all ihr Wasser abladen. In Sins hält uns das nicht lange auf. Da arbeitet nicht nur die Feuerwehr, wenn sowas passiert, sondern auch die Gemeindearbeiter und viele der ortsansässigen Bauern, die mit ihren Traktoren kommen und mitanpacken.» Lachend fügt er hinzu: «Doch, darauf können wir hier wirklich stolz sein.»

Dieser Bach ührt eine Menge Wasser.

Dieser Bach ührt eine Menge Wasser.

Bild: PD

Gestern war man vielerorts noch mit Aufräum- und Trocknungsarbeiten beschäftigt. Und in der Bachtalmühle musste abgeklärt werden, ob Getreidesilos in Mitleidenschaft gezogen worden sind. «Wir hatten diesmal eben ein wenig Pech, das kann manchmal ganz lokal sein», weiss der Ammann aus Erfahrung. «Diesmal hat es nicht einmal das ganze Dorf betroffen, obwohl viele unserer Bäche über die Ufer getreten sind. Das südliche Gemeindegebiet, also Richtung Luzern, war viel stärker betroffen als der Rest des Dorfes.»

Mehr zum Thema