SKATING: Ist Zug bald um einen Freizeitspass ärmer?

Der Downhill-Spass am Zugerberg soll verboten werden. Zu gefährlich sei es, findet die Eigentümerin der betreffenden Strasse. Das stösst auf Widerstand.

Charly Keiser
Drucken
Teilen
Skater und andere Freizeitsportler sind gern schnell unterwegs am Zugerberg. Das passt der Eigentümerin der Strasse nicht mehr. (Symbolbild/ Neue ZZ)

Skater und andere Freizeitsportler sind gern schnell unterwegs am Zugerberg. Das passt der Eigentümerin der Strasse nicht mehr. (Symbolbild/ Neue ZZ)

Mit Rollerblades, Trottinetts, Scooters und Kindervelos und ähnlichem vergnügen sich jüngere und ältere Semster während der Sommermonate am Zugerberg, indem sie bis in die Schönegg hinunter fahren. Dem will die Korporation Zug, der die betreffende Strasse gehört, nun Einhalt gebieten, weil sie laut Stadtrat Andreas Bossard diesen Freizeispass als gefährlich erachtet und befürchtet, dass sie bei Unfällen und Schäden haften müsse. Auch seien mehrere Reklamationen seitens Fussgänger, Verlofahrer und Autofahrern gekommen, dass die Freizeitsportler oft unvorsichtig und somit eine Gefahr für andere seien. «Da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen, bevor sie auf dem Dach gelandet sind», findet Sam Cantieni vom Swiss Skate Van. «Denn es kommt ja auch niemandem in den Sinn, die Autobahn von Zürich nach Bern zu schliessen, weil sich dort Unfälle zutragen.» Selbst wenn einmal ein Unfall geschähe, sei ein Verbot völlig unverhältnismässig.