Leserbrief

Skizze eines Gesprächsverlaufs

Zum Klimawandel

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Skizze eines (gescheiterten, weil vielleicht zu naiven?) Versuchs mit Lokalpolitikern (und einer Politikerin) in einer gemeinsamen Austausch-Sitzung auch über die Klimakrise in eine Diskussion zu kommen: - Schilderung der eigenen Betroffenheit und der Einschätzung der Gesamtsituation auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse. Versuch das Thema Klima in einen grösseren Gesamtzusammenhang der Agenda 2030 einzubetten. Frage nach dem persönlichen Umgang mit diesen Fakten in die Runde. Reaktionen: – Schilderung dessen, was die Gemeinde schon Gutes tut und noch vorhat durch den zuständigen Gemeinderat. Einladung zum Austausch mit der umweltverantwortlichen Person in der Verwaltung. – Schweigen. – Schweigen. – Protokollierung von Amtes wegen. – Schweigen. – Wertschätzung des Feuers für das Anliegen bei gleichzeitigem Ausdruck der Sorge um denjenigen, der das Thema einbringt und sich das alles «so zu Herzen nimmt und sich so drin verbissen hat». Bemerkung: «Es gibt auch Wissenschaftler, die dem IPCC gegenüber kritisch sind». – Schweigen. – Schweigen. – Schweigen. – Schweigen. – Schweigen. – Ausdruck der Sorge um die wirtschaftliche Prosperität und um die Bürger und Bürgerinnen, denen man «das», die dadurch drohenden massiven Veränderungen und den damit verbundenen Verzicht nicht zumuten kann. Es sei wichtig, vernünftige Schritte zu machen. – Vorsitzender: «Ich denke, das war ein gutes Schlusswort. Wer hat noch Informationen? Gehen wir zum gemeinsamen Nachtessen!» Verdrängung? Überforderung?

Roman Ambühl, Cham