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So geht’s weiter in der Zuger Gartenstadt

Am Montagabend orientierten die Gebäudeversicherung und die Baugenossenschaft Familia über den Stand ihres Projekts in der Zuger Gartenstadt. Nach Jahren der Planung soll nun die Baueingabe erfolgen.
Charly Keiser
Interessierte begutachten am Informationsabend das Modell der geplanten Häuser in der Gartenstadt. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 12. November 2018))

Interessierte begutachten am Informationsabend das Modell der geplanten Häuser in der Gartenstadt. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 12. November 2018))

In der Gartenstadt in Zug sollen 13 Mehrfamilienhäuser abgerissen werden. Zehn davon befinden sich im Eigentum der Gebäudeversicherung Zug und drei gehören der Baugenossenschaft Familia Zug. An deren Stelle planen die Eigentümer gemeinsam acht Neubauten. Davon sollen zwei Mehrfamilienhäuser dereinst der Familia gehören.

Am Montagabend bekamen die Genossenschafter der Familia und die Mieter der Gebäudeversicherung aus erster Hand die neusten Infos zur geplanten Baueingabe. Zur Erinnerung: Die Bauherren haben 2015 einen Projektwettbewerb für die neue Quartierüberbauung durchgeführt. Das Siegerprojekt «DEN-EN» wurde 2016 vorgestellt und anschliessend durch das obsiegende Architektenteam «office haratori GmbH» aus Zürich überarbeitet. Dies unter Einbezug des Stadtarchitekten, des Stadtplaners, der Denkmalpflege und der Bauherrschaft.

An bester Wohnlage

«Es macht mir sehr viel Freude, dass ich so ein gutes und ausgewogenes Projekt erben konnte», sagt Richard Schärer, der in diesem Frühjahr Direktor der Gebäudeversicherung Zug geworden ist. Die Gartenstadt sei zentral gelegen und damit an bester Wohnlage. «Besser und schöner kann man in der Stadt Zug fast nicht wohnen, denn unweit ist die grüne Lunge, der See und in fünf Minuten ist man zu Fuss am Bahnhof.»

Das Projekt sei aufgrund der Heizenergie von der Circulago-Energiezentrale der WWZ AG sehr umweltfreundlich, schwärmt Schärer: «Wir haben bei der Überarbeitung auch viele Bedenken und Anregungen in das Projekt einfliessen lassen und sind darum überzeugt, dass wir ein sehr gelungenes Projekt realisieren können.»

Auch Peter Niederberger, Präsident der Baugenossenschaft Familia Zug ist über die baldige Baueingabe hocherfreut. «Nach vielen Jahren Planung und Vorarbeiten ist es toll, dass wir nun endlich einen weiteren Schritt, hin zur Realisierung, machen können.» Er wünsche sich, dass auch in der Gartenstadt, wie beim Projekt am Ibelweg 7-9 in Zug, Mieter und Genossenschafter am gleichen Strick ziehen und sich mit aller Vehemenz für die neuen preisgünstigen Wohnungen einsetzen würden.

Widerstand gegen geplanten Abbruch

Niederberger spielt damit auf die Gegner des Projekts in der Gartenstadt an, die grundsätzlich gegen den Abriss der alten Häuser sind und deren Sanierung verlangen. So sagte Astrid Estermann vom Verein Pro Gartenstadt nach dem Ja der Familia-Genossenschafter zum 444 960 Franken hohen Projektierungskredit in einem Interview in dieser Zeitung: «Ein Abriss verändert den Charakter der Gartenstadt in mehrfacher Hinsicht.» Estermann, die direkt neben den geplanten Häusern wohnt, betonte: «Wir warten auf die Baueingabe, um dann Einsprache zu machen.»

Richard Schärer hält dagegen: «Das Projekt wurde mit allen Beteiligten bereinigt und von der Jury abgesegnet. Es gibt heute keinen Grund mehr, zwingend gegen den Abbruch und Neubauten zu sein.» Es sei legitim, dass sich Betroffene mit juristischen Mitteln wehren würden. Das gehöre zur Demokratie. «Allerdings», betont Schärer, «sollten Einsprachen schon der Sache dienen.»

Seit Jahren werde geredet, geplant und optimiert, schaut Schärer zurück. «Es ist nun an der Zeit, dass wir das Projekt auf den Boden bringen. Denn man kann ein Bauprojekt letztlich auch verplanen.»

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