Leserbrief
So kann es nicht weitergehen

Zum Umgang mit der Coronapandemie

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Verängstigt, ohnmächtig und hilflos, das ist das derzeitige Grundmuster unserer Gesellschaft. Die vermeintlich so selbstsichere Menschheit wird von einem mikroskopisch kleinen Virus gedemütigt und in die Knie gezwungen. Das von Wirtschaft und Politik jahrzehntelang hochgepriesene Rezept; immer mehr, immer schneller, immer aktueller und trendiger ist plötzlich passé, der masslose Mobilitätswahn ist auf das Notwendige beschränkt und damit der unverantwortliche Ressourcenverschleiss zum Glück für die Umwelt vorerst gestoppt.

Nehmen wir den Fingerzeig der von uns Menschen geschändeten Natur ernst. Der aufgezwungene Marschhalt schafft Raum und Zeit, um über die Ursachen dieser weltweiten Pandemie nachzudenken und einen Beitrag zur Problembewältigung zu leisten. Viren und Bakterien sind allgegenwärtig, sie gehören wie wir zum Naturhaushalt. Alles ist mit allem verbunden und voneinander abhängig. Es ist deshalb sinnlos und reine Symptombekämpfung, wenn der Mensch immer wieder versucht, einzelne Teile vom Ganzen auszurotten. Unser Schutzmechanismus ist das Immunsystem und eine im gesunden Menschen innewohnende Selbstheilungskraft. Durch eine vernünftige Lebensweise können wir unsere wertvollen Helfer in Topform halten. Gesund zu sein, ist für die meisten Menschen möglich. Dieses hohe Ziel zu erreichen, ist keine Last. Das wunderbare Gefühl, gesund zu sein, entschädigt reichlich, es ist das wohl grösste Geschenk, das es gibt.

Warum hören wir vom BAG, von den Ärzten, den Spitälern und den Gesundheitspolitikern nie etwas von den in der Naturheilkunde erfolgreich angewendeten Vorbeuge- und Schutzmassnahmen? Ist es einmal mehr so, dass ohne starke Lobby und ohne die Aussicht auf grosse Umsätze und hohe Gewinne kein Staat zu machen ist? Es macht deshalb wenig Sinn, die gesunden und selbstverantwortlich handelnden Menschen unter Generalverdacht zu stellen und mit Zwangsmassnahmen zu drangsalieren, wenn gleichzeitig der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen tatenlos zugesehen wird. Die Gesundheit der Weltbevölkerung ist akut gefährdet durch die immer mehr mit giftigen Stoffen belasteten Böden, durch die Zunahme von gas- und staubförmigen Schadstoffen in der Luft, durch die Verschlechterung der Wasserqualität und der zunehmenden Wasserknappheit. Ohne Bewusstseins- und Verhaltens­änderung, und zwar sofort, rückt das von allen sehnlichst erwünschte Ziel «zurück zur Normalität» in weite Ferne.

Kari Müller, Zug