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So sollen Kinder sich wieder an Tiere gewöhnen

An der Tierschau auf der Hofmatt in Oberägeri haben die Kinder die Gelegenheit, mit Vertretern zahlreicher Arten in Berührung zu kommen. Die Organisatoren verfolgen damit ein bestimmtes Ziel.
Sabina South
Die Kleintierschau des Ornithologischen Vereins Oberägeri. (Bild: Stefan Kaiser, 13. Mai 2018)

Die Kleintierschau des Ornithologischen Vereins Oberägeri. (Bild: Stefan Kaiser, 13. Mai 2018)

Den Hahn hört man schon von weitem krähen. Folgt man seinem Ruf, steht man bald auf der Hofmatt in Oberägeri – zwischen Schafen, Kaninchen, Schildkröten, Hühnern, staunenden Kindern und Tierfreunden.

Seit über 14 Jahren präsentieren die Mitglieder des Ornithologischen Vereins Oberägeri hier ihre Kleintiere. Gestern Morgen beugte sich der Vereinspräsident Domink Iten aus Oberägeri gleich selbst über ein Gehege und legte behutsam das letzte seiner jungen Zwergfuchs Kaninchen ins Heu. «Wir stellen hier gut zwölf verschiedene Rassentiere vor», sagte er. Holland-, Loh-, und Schlappohr-Kaninchen, manche haben kurzes Fell, andere kuschelweiches, langes Haar.

«Dem Verein liegt die Erhaltung der Rassenvielfalt am Herzen, nicht nur bei den Kaninchen», sagte Iten und widmete sich anschliessend seinen weissen Seidenhühnern. Auch sie kamen vorübergehend in einen Schaukäfig. Zwischen den Gitterstäben neben an gackerte eine Handvoll «Appenzeller Spitzhuben» und einige grosse «Schweizer Hühner» in den Nationalfarben: schneeweisses Gefieder und kräftig roter Kamm.

Bunte Schar von Tieren

Edith Henggeler aus Unterägeri züchtet die vom Aussterben bedrohte Landrasse. Ebenfalls mitgebracht hatte sie gestern eine Delegation langhaariger Kupferhalsgeissen. «Die Walliser Landschafe daneben sind auch unsere», sagte Henggeler stolz. Diese durften auch gestreichelt werden. Familie Iten aus Morgarten war zum ersten Mal an der Kleintierschau und freute sich über die Tiervielfalt. Am besten gefielen der 7-jährigen Leandra aber die Loh-Kaninchen: «Die sind so härzig.»

Andere Kinder scharten sich um die griechischen Landschildkröten. Gaby Henggeler aus Unterägeri hatte sogar ein paar Schildkrötenbabys dabei. «Die sind letztes Jahr geschlüpft», sagte die Hobbyzüchterin. Die Liebe zu den kriechenden Urzeittieren habe sich einfach so ergeben. «Heute muss ja alles ruhig sein für die Nachbarschaft – da ist die Schildkröte das ideale Haustier.»

Im Zentrum der Kleintierschau steht der Wunsch, das Bewusstsein für Tier und Natur zu fördern. «Heute ist man sich einen krähenden Hahn nicht mehr gewohnt», sagt Dominik Iten. Um Kinder wieder näher an das Tier heranzuführen, bringt er auch mal einen Brutkasten zur örtlichen Schule.

«Die Kinder können live ansehen, wie die Kücken aus den Eierschalen schlüpfen.» Einer dieser Brutkasten stand auch auf der Hofmatt. Zwei nasse Kücken waren bereits geschlüpft und torkelten zwischen brütenden Eiern herum, während gegenüber der Vogelschutz über die Situation der Schweizer Freivögel informierte.

Schliesslich neigte sich der Tag dem Ende zu und die aufheulenden Automotoren liessen den krähenden Hahn verstummen – schade eigentlich.

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