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So verbringen die Kandidierenden für den Regierungsrat den Wahlsonntag

Der 7. Oktober ist für die kandidierenden Zuger Politiker ein spezieller Tag. Unsere Zeitung hat bei den Kandidierenden für die Zuger Exekutive nachgefragt, wie sie den Sonntag verbringen. Von Familienzeit, «Kopf durchlüften» und Anstossen ist die Rede.
Andrea Muff

Martin Pfister (CVP, bisher): «Einen grossen Teil des Wahlwochenendes verbringe ich in Freiburg. Dort habe ich studiert und nachher längere Zeit gelebt. Am Freitag leitete ich einen wissenschaftlichen Anlass an der Universität. Am Wahltag selbst gehört ein Besuch der Messe zum Programm. Anschliessend werde ich wohl bei einem Spaziergang mit meiner Familie in der Natur den Kopf durchlüften. Den Ausgang der Wahlen warte ich in meinem Büro ab. Nach der Bekanntgabe der Resultate besuche ich einige CVP-Ortsparteien an ihrer Wahlfeier. Dort spreche ich den vielen engagierten Kandidierenden und den Wahlhelferinnen und -helfern meinen Dank aus. Hoffentlich gibt es viel zu gratulieren; da und dort werde ich auch tröstende Worte finden müssen. Zum Abschluss gehe ich nach Baar ins Restaurant Maienriesli zur CVP Baar, wo auch meine Familie wartet.»


Barbara Gysel (SP, neu): «Zuerst frühstücke ich ausgiebig, nachher versuche ich auf der Strasse, die letzten Noch-nicht-Wählenden zu motivieren. Dann geht’s mit Zari Dzaferi und Freundinnen und Freunden auf den Gubel. Nachfragen und nachdenken an der frischen Luft, mit Blick aufs Zugerland: «Wie ist die Stimmung in der Stadt, Karin?» «Alles klar in Baar, Zari?» «Wie läuft’s in Hünenberg, Hubi?» «Gute Wünsche ins Ägerital, Beat!» Anschliessend geht’s in die Wahlzentrale, wo ich auch die anderen Kandidierenden treffe. Gemeinsam fiebern wir dem Countdown entgegen. Denn Wahltag ist Zahltag! Es wird losgehen mit Medienfragen, und ich erinnere mich schmunzelnd an Emil Steinberger als Wahlverlierer. Danach treffe ich meine Partei im «Intermezzo» und besuche auch die anderen Politgspänli. Bei der SP stossen wir auf eine intensive und faire Kampagne an nach dem Motto «Alles für Zug – Zug für alle».»


Heinz Tännler (SVP, bisher): «Da unser Tagesablauf unter der Woche und vielfach auch am Wochenende sehr stark durch meine Agenda geprägt ist, geniessen meine liebe Frau und ich insbesondere an Sonntagen wenn immer möglich unsere Freiheit. Erst recht wird das heute der Fall sein. Zweisamkeit ohne Pläne ist angesagt. Flexibel je nach Wetter, Lust und Laune lassen wir uns treiben. Etwa ab 15 bis 16 Uhr steigt das Interesse am Wahlausgang. Natürlich werden wir auf das Ergebnis anstossen, das die Wahl der Flasche bestimmen wird. Hoffentlich gut erholt starten wir dann wieder in eine arbeitsame Woche.»


Florian Weber (FDP, neu): «Eigentlich weiss ich noch nicht ganz genau, wie der Tag ablaufen wird. Denn bei mir bestimmt das Resultat den zeitlichen Verlauf dieses Wahlsonntags. Das heisst, nach einem gemütlichen Zmorge werde ich den Tag so nehmen, wie er kommt. Sicher werde ich um 15 Uhr ins KBZ gehen und die Resultate abwarten. Anschliessend gehe ich zur Wahlfeier der FDP in Zug. Das grosse Ziel heute ist aber, wie bei jeder Gesamterneuerungswahl, das Treffen in Walchwil mit meinen Parteikollegen. Wir treffen uns ab 17 Uhr zum Apéro im Riviera Café. Ich hoffe, dass ich mit möglichst vielen auf ein positives Wahlresultat anstossen darf.»


Silvia Thalmann-Gut (CVP, neu): «Am 7. Oktober steht in meiner Agenda lediglich «Wahlsonntag». Ich werde den Tag gemütlich angehen und mit meiner Familie ein ausgedehntes Frühstück einnehmen. Plaudern, Zeitung lesen, Telefonieren – für alles werden wir uns Zeit nehmen. Wenn das Wetter es zulässt, werden mein Mann und ich die Wanderschuhe schnüren. Die Route legen wir jeweils kurz vor dem Abmarsch fest. Und das Natel werde ich für einmal zu Hause lassen. Zur Ruhe kommen und durchatmen, dazu werde ich mir Zeit nehmen, bevor ich mich ins Politgetümmel begebe und die Wahlergebnisse entgegennehme.»


Stephan Schleiss (SVP, bisher): «Am heutigen Wahlsonntag schlafe ich aus. Nach dem Frühstück werde ich die «Zuger Zeitung» lesen. Dann wird gewartet. Sobald die Resultate feststehen, fahre ich nach Zug ins Wahlzentrum. Am Abend sind Wahlfeiern auf kantonaler und gemeindlicher Ebene angesagt. Es ist wichtig, dass man eine anstrengende Zeit mit einer Wegmarke abschliesst. Den unzähligen Chrampfern persönlich zu danken ist mir dann ein wichtiges Anliegen.»


Beat Villiger (CVP, bisher): «Nach einem reichhaltigen Frühstück, freue ich mich zum ersten Mal seit langem auf die Medienberichte von heute. Ein langer Spaziergang mit meiner Familie in der Natur wird mich auf den Wahlsonntag einstimmen. Der Blick auf unseren schönen Kanton wird entspannend wirken. Die Aufregung der letzten Tage war gross. Mit Spannung erwarte ich die Wahlresultate dann im Verlaufe des Nachmittages und hoffe, dass das politische Gespräch wieder vermehrt auf die Sachebene gelegt wird.»


Andreas Hürlimann (ALG, neu): «Der heutige Sonntag startet voraussichtlich wie die meisten Tage der letzten knapp drei Jahre: Mit Ausschlafen wird nichts – denn mein früh aufstehender Sohn weckt mich spätestens um 6 Uhr. Der Tag startet danach mit einem gemütlichen Frühstück und Familienzeit zu Hause. Wenn das Wetter mitmacht, zieht es uns anschliessend nach draussen in die Natur. Denn Wahltage sind speziell: Als Kandidat wird man immer nervöser, wohl auch darum, weil man nun definitiv nicht mehr auf das Resultat Einfluss nehmen kann. Etwas Ablenkung tut daher gut. Nach dem Mittagessen treffe ich mich mit Freunden und Vertretern aus der Partei, um ab 15 Uhr die Resultate im KBZ zu erwarten. Abends hoffen wir gemeinsam mit der Partei, auf einen «Super Sunday» anzustossen.»


Andreas Hostettler (FDP, neu): «Seit langer Zeit habe ich heute zum ersten Mal wieder ausgeschlafen. Das hoffe ich zumindest. Vielleicht war ich bereits joggen, oder habe mit meiner Familie den Sonntagsbrunch genossen, das hängt davon ab, wann Sie diese Zeilen lesen. Machen Sie das erst am Nachmittag, so bin ich möglicherweise bereits an der Planung der nächsten Woche. Als Unternehmer muss ich wissen, was auf mich und meine Mitarbeitenden zukommt. Einsatzpläne wollen kontrolliert werden, Kundengespräche angesetzt und Mitarbeitergespräche geplant werden. Falls Sie gar Ihre Lektüre erst gegen Abend geniessen können, weil Sie unterwegs waren –immerhin waren die Wetterprognosen für heute nicht so schlecht – habe ich eventuell bereits meinen Kommentar zu den Wahlen den Medien mitgeteilt. So oder so: Ich wünsche allen Leserinnen und Leser einen schönen Sonntag.»


Daniel Stadlin (GLP, neu): «Der Wahltag ist für mich ein ganz spezieller Tag. Ich erinnere mich noch sehr gut an den 3. Oktober 2010, als ich erstmals in den Kantonsrat gewählt wurde. Es war ein wunderschöner Herbsttag, und meine Frau und ich gingen auf den Raten-Gottschalkenberg wandern. Ich hatte keine Eile, ins Wahlzentrum zu gehen, da ich der festen Überzeugung war, dass ich sowieso nicht gewählt werde. Gänzlich überraschend kam es dann anders. Der heutige Sonntag ist für mich nicht nur Wahltag, sondern auch der Geburtstag meines jüngeren Sohnes, was meine Familie bei einem Brunch gebührend feiert und mir eine willkommene Ablenkung verschafft. Denn zugegeben, meine Anspannung an diesem Tag ist gross. Aber nicht wegen meiner Regierungsratskandidatur, da hilft nur ein Wunder, sondern wegen dem Wahlziel, im Kantonsrat Fraktionsstärke zu erreichen.»

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