So wird die Stadt Zug zur autofreien Flaniermeile

Die Planungen zum Stadttunnel Zug laufen auf Hochtouren. Neben dem Tunnel ist nun auch klar, wie die Zuger Innenstadt gestaltet werden soll.

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So soll der Verkehr zirkulieren. (Bild: Neue ZZ)

So soll der Verkehr zirkulieren. (Bild: Neue ZZ)

400 Zugerinnen und Zuger informierten sich am Dienstagabend beim vierten Verkehrsforum über die weiteren Schritte im Projekt Zuger Stadttunnel. Laut dem Kanton Zug stehen dank dem Tunnel im Stadtzentrum sehr viel mehr Verkehrsflächen für den Langsamverkehr, für Begegnungszonen und Grünräume sowie verkehrsfreie Plätze offen als heute.

So soll der Verkehr zirkulieren. (Bild: Neue ZZ)

So soll der Verkehr zirkulieren. (Bild: Neue ZZ)

Ein Kammersystem (siehe Grafik) soll die Verkehrsberuhigung in der Zuger Innenstadt möglich machen, erklärte Baudirektor Heinz Tännler. Es beinhaltet mit der Altstadt, Vorstadt und Neustadt drei Kammern, in denen der motorisierte Individualverkehr zirkulieren kann. Der öffentliche Verkehr kann das Stadtzentrum weiterhin durchgehend befahren. Busse können laut Mitteilung der Zuger Baudirektion den Bahnhof noch besser anfahren. Die Baudirektion hat auch aufgezeigt, wie Postplatz, Neugasse, Kolinplatz, Bundesplatz, Metalli und Kreuzung Baarer-/Gubelstrasse aussehen sollen (siehe Visualisierungen).

Einfahrt in den Stadttunnel von Arth Goldau kommend. (Bild: PD)
29 Bilder
Stadttunnel-Ausfahrt Richtung Ägeri. (Bild: PD)
Stadttunnel in Richtung Gotthardstrasse. (Bild: PD)
So könnte der Stadttunnel Zug dereinst funktionieren. (Bild: Grafik: Janina Noser)
Verkehrsberuhigte Neugasse
mit Trassee für Bus und Zubringerdienst (Bild: PD)
Fussgängerzone Metalli - Neustadt
mit Trassee für Bus und Zubringerdienst (Bild: PD)
Verkehrsberuhigte Alpenstrasse
mit Stadtpark im Dreispitz (Bild: PD)
Fussgängerzone Postplatz
mit Trassee für Bus und Zubringerdienst (Bild: PD)
Gubel Ost (Bild: PD)
Bundesplatz in der Zukunft (Bild: PD)
Bundesplatz heute (Bild: Neue ZZ)
Vorstadt geplant. (Bild: PD)
Vorstadt heute (Bild: Neue ZZ)
Gubel West geplant (Bild: PD)
Gubelloch heute (Bild: Neue ZZ)
Baarerstrasse geplant (Bild: PD)
Baarerstrasse heute (Bild: Neue ZZ)
Stadttunnel Zug: Das ist geplant. (Bild: PD)
Altstadt mit Kolinplatz. (Bild: PD)
Gubelstrasse (Bild: PD)
Bundesplatz mit Alpenstrasse (Bild: PD)
Bundesplatz mit Viadukt der SBB. (Bild: PD)
Baarerstrasse beim Neustadtcenter. (Bild: PD)
Baarerstrasse bei der Metalli. (Bild: PD)
Neugasse (Bild: PD)
Postplatz. (Bild: PD)
Vorstadt. (Bild: PD)
So könnte der Anschluss Gotthardstrasse dereinst aussehen. (Bild: PD)
So könnte der Anschluss Gotthardstrasse dereinst aussehen. (Bild: PD)

Einfahrt in den Stadttunnel von Arth Goldau kommend. (Bild: PD)

Bereits seit Herbst 2011 steht die Linienführung des Zuger Stadttunnels fest. Es ist ein kombiniertes Umfahrungs- und Erschliessungssystem mit unterirdischem Kreisel und vier Ästen. Verschiedene Einzelfragen konnten in der Zwischenzeit geklärt werden. So hat die Auswertung neuer Verkehrszahlen gezeigt, dass beim einspurigen Kreisel ein zusätzlicher Bypass für die Verbindung zwischen Gotthard- und Ägeristrasse ausreicht, dies weil in den Abendspitzen am meisten Verkehr zu erwarten ist. Im Weiteren sind die Portale Artherstrasse und Ägeristrasse optimal ins Stadtbild eingebettet worden. Gleiches steht noch für das Portal Gotthardstrasse an. Für die Zu- und Wegfahrt auf der Achse Gubelstrasse hat sich gezeigt, dass ein Portal nahe bei der SBB-Unterführung ausreicht. Auf das Portal Industriestrasse kann verzichtet werden.

Entscheid im Frühjahr 2013

Der Informationsanlass habe gezeigt, dass die Bevölkerung dem Projekt mehrheitlich positiv gegenüber steht, schreibt die Baudirektion weiter. Der Kantonsrat wird sich im Frühling 2013 mit dem Projekt befassen. Bis dahin wird das Verkehrsregime weiter verfeinert und beispielsweise mit Routen für Fussgänger und Velofahrer. Kanton und Zug rechnen mit Kosten von 519 Millionen Franken.

pd/rem

So könnte der Bereich Vorstadt / Seepromenade dereinst aussehen. (Bild: PD)

So könnte der Bereich Vorstadt / Seepromenade dereinst aussehen. (Bild: PD)