Leserbrief

So wird die Talfahrt der Renten eingeläutet

Zur Sendung «10 vor 10» über die Initiative zu variablen Alters-Renten

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Eine neue Schweinerei soll gestartet werden und das Schweizer Fernsehen bietet die Plattform und Reklame dazu. Diese Initiative wird die Schweiz in eine grosse Unruhe stürzen. Josef Bachmann, der ehemalige Chef einer Pensionskasse, kommt mit einer Initiative, welche die Pensionskassen-Rente je nach Ergebnis variabel machen soll, also einmal tiefer, einmal höher. Wieder wird das Volk zum Narren gehalten. Glaubt dieser Mann an den Storch? Mit dieser Initiative wird die Talfahrt der Renten eingeläutet, diese Initiative ist purer Schwachsinn.

Zudem sind die Verwaltungskosten und der administrative Aufwand der Kassen unkontrollierbar. Da werden teure externe Dienstleistungen eingekauft, wird in Fonds investiert, was hohe Gebühren verursacht, da sind noch die angehäuften Reserven, eine wahre Dunkelkammer. Die Verwaltungskosten der 30 grössten Pensionskassen lagen zum Beispiel im Jahr 2017 zwischen 1,9 Millionen Franken und 21 Millionen Franken. Und trotz einer Rendite von 8 Prozent wurde ein tiefer Umwandlungssatz angewandt und was kam in die Reserven und wie hoch sind diese? Die Kosten, welche zum Nachteil der Renten ausfallen, sind folgende: Verwaltung, Maklerkosten, Brokertätigkeit, Expertisen, Aufsichtsbehörden und dubioses und nebulöses Füttern der Reserven, dies verursacht allein bei den 30 grössten Kassen einen vierstelligen Millionenbetrag.

Bevor die Pensionierten weiter geschröpft und abgezockt werden, macht endlich die Hausaufgaben und beendet dieses asoziale Verhalten. Da wäre eigentlich unsere Vertretung in Bern gefragt. Wenn unsere Vertreter in Bern aber nicht ihre eigene Meinung einbringen können, sollte das Abnutzen der Lasur der Bänke im Bundeshaus beendet werden. Wie kann das Volk vertreten werden, wenn die Parlamentarier und Parlamentarierinnen verbandelt sind mit Versicherungen, Banken, dem Gesundheitswesen etc.? Und sind unsere Ständeräte wahre Volksvertreter, welche gegen eine Transparenz gestimmt haben, dass nun die Abstimmungsresultate gegenüber dem Volk verweigert werden?

Hans-Rudolf Iten-Hartmann, Unterägeri