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SOMMER: Er sticht derzeit in so manches Wespennest

Die Schädlings­bekämpfer haben derzeit Hochbetrieb – besonders zwei Insekten sorgen für viel Arbeit.
Luc Müller
Mit Schutzanzug und Giftspritze geht Marcel Fuhrer gegen Wespen vor. (Bild Werner Schelbert)

Mit Schutzanzug und Giftspritze geht Marcel Fuhrer gegen Wespen vor. (Bild Werner Schelbert)

In diesen Tagen ist Marcel Fuhrer im Schuss. Der Schädlingsbekämpfer ist mit seiner Firma IPM-Fuhrer GmbH, die ihren Sitz in Zug hat, derzeit im Dauereinsatz. «Wir rücken aktuell vor allem zur Bekämpfung von Wespennestern aus», erklärt Fuhrer. «In diesem Jahr ist es extrem», so der Fachmann weiter, «im Vergleich zu anderen Jahren gibt es viel mehr Nester.» Mindestens einmal täglich wird er zu einem Einsatz gerufen, um den schwarz-gelben Insekten mit Stachel den Garaus zu machen.

Mit Vorliebe bauen die Wespen ihre Unterkunft in Rollkästen von Storen oder unter Dachbalken – sie schlüpfen aber auch durch Spalten unters Dach.

«Mit einer Spritze bringen wir einen Wirkstoff ins Nest ein. Die Wespen kommen raus und sterben später», informiert Marcel Fuhrer. Die meisten Nester hat er im letzten Monat in der Region Cham-Hagendorn entfernt. Bei seiner Arbeit trägt er ähnlich wie ein Imker einen Schutzanzug.

Viele Ameisen im Haus

Wegen des nass-feuchten Klimas sind auch viele Tausendfüssler und Silberfischchen unterwegs. Diese Tierchen fühlen sich bei einer hohen Luftfeuchtigkeit ab 80 Prozent am wohlsten. Und wie sieht es mit Spinnen aus? «Die Feuchtigkeit des Zuger- und des Ägerisees fördert die Verbreitung von Spinnen.» Diese seien aber vor allem im Frühling ein Problem. «Als Prophylaxe werden die Hausfassaden mit einem Mittel eingesprüht, dass die Spinnen fernhält. Zudem haben immer mehr Häuser Fliegengitter montiert, damit keine Insekten ins Haus gelangen können», sagt Fuhrer.

«Ameisen und Wespen – damit haben wir in diesen Tagen zu kämpfen», berichtet Eligius Grütter, Inhaber der Firma S+F Insect Control GmbH, die auch in Zug eine Filiale betreibt. Die Ameisen haben derzeit ihren Hochzeitsflug (siehe Box) und landen auch oft in Wohnungen. «Die Tiere bauen auf der Suche nach Futter dann eine breite Strasse durch die Räume – das ist zwar eklig, aber nicht gefährlich», sagt Grütter. Mit einem Gel gehen die Schädlingsbekämpfer gegen die emsigen Tierchen vor. «Die Tiere essen davon und schleppen die Paste auch direkt ins Ameisennest. Die Tiere verenden, nachdem sie das giftige Gel gefressen haben.» Seit drei Jahren sind auch Bettwanzen immer häufiger ein Thema. «Die Tiere werden nach den Ferien aus dem Ausland eingeschleppt», so Grütter. Die Tiere lieben heiss-feuchtes Klima. Die Tropennächte der letzten Tage sorgen im Bett wegen des vermehrten Schwitzens für ideale Bedingungen für die Wanzen. Ihre Stiche führen zu Hautrötungen.

Gas direkt ins Wespennest

Seit Jahren arbeitet Cyrill Balmer bei der Firma Anticimex AG, wobei er die Region Zentralschweiz betreut. Er bestätigt die Beobachtungen seiner Kollegen: «In diesem Sommer ist es wirklich extrem», sagt der Schädlingsbekämpfer, «täglich werden wir zu mehreren Wespennestern gerufen.» Wobei er eine andere Technik verfolgt und mit einem Gas gegen die Tiere vorgeht. «Das wird direkt in das Nest geleitet. Die Tiere sterben dann ab. Meist kommen wir nicht direkt an das Nest. Wir müssten den Storenkasten abschrauben, stattdessen können wir mit einer langen Spritze von aussen an das Nest ran.»

Jedes Jahr eine neue Behausung

Wespennester müssen nach der Bearbeitung nicht unbedingt entfernt werden – denn die Tiere nutzen ein Nest nur für ein Jahr und kehren nie in ein altes zurück.

Luc Müller

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