Sonderdividende für die Aktionäre von Carlo Gavazzi

Die Zuger Elektronik-Gruppe Carlo Gavazzi kommt mit Schwung aus der Krise: Im vergangenen Geschäftsjahr 2010/ 11 hat das Unternehmen einen Rekordgewinn eingefahren und peilt auch im laufenden Jahr ein Ergebnis in der gleichen Grössenordnung an. Die Aktionäre dürfen sich freuen.

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Sie erhalten eine Sonderdividende von 15 Fr. zusätzlich zur ordentlichen Dividende von 10 Fr. pro Inhaberaktie. Insgesamt würden im Jubiläumsjahr anlässlich der Gründung des Unternehmens vor 80 Jahren 80 Prozent des Gewinns ausgeschüttet, sagte Verwaltungsratspräsidentin Valeria Gavazzi am Dienstag auf der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Im Vorjahr hatte Carlo Gavazzi 5 Fr. Dividende bezahlt.

«Wir sind sehr glücklich, im 80. Jubiläumsjahr ein sehr solides Resultat erzielt zu haben», sagte Verwaltungsratspräsidentin Gavazzi weiter. Der Reingewinn verdreifachte sich im vergangenen Jahr beinahe von 7,7 Mio. auf 22,7 Mio. Franken, wie die Firma bereits vor zwei Wochen bekannt gegeben hatte. Der Betriebsgewinn (EBIT) kletterte von 12,7 Mio. auf 31,8 Mio. Franken.

Damit hat Carlo Gavazzi so viel verdient wie noch nie. Der Rekordgewinn sei vor allem der strikten Kostenkontrolle zu verdanken, sagte Valeria Gavazzi. Geholfen hätten zudem die Konjunkturerholung, die staatlichen Subventionen für erneuerbare Energien und neue Produkte.

Boom bei erneuerbaren Energien

Der Umsatz kletterte um 21,6 Prozent auf 181,9 Mio. Franken. Dabei bekam das Unternehmen den starken Franken zu spüren. In lokalen Währungen wäre der Umsatz um gut 36 Prozent gestiegen, sagte Valeria Gavazzi.

Insbesondere das Geschäft mit den erneuerbaren Energien boomte, wo das Unternehmen beispielsweise Sensoren für die Positionierung von Windkraftrotoren herstellt. Bei den erneuerbaren Energien sei der Umsatz in Lokalwährungen um 150 Prozent gewachsen. Allerdings sei 2010 ein Ausnahmejahr gewesen. Wegen der hohen Verschuldung dürften die Staatssubventionen für erneuerbare Energien künftig nicht mehr so üppig ausfallen, auch wenn die Branche vom Atomausstieg in einigen Ländern profitieren dürfte.

Umsatzplus von 12 Prozent

Die Industrieautomation verbesserte ihren Umsatz in Lokalwährungen um die Hälfte. Dagegen litt das Geschäft mit der Gebäudeautomation immer noch unter der Immobilienkrise. Dank der starken Verkäufe von Geräten für die Strommessung legte der Umsatz dennoch um 12 Prozent zu. Für Angaben zum Start ins neue Geschäftsjahr sei es noch zu früh, hiess es. Insgesamt hat sich Carlo Gavazzi für das Geschäftsjahr 2011/12 zum Ziel gesetzt, ein Resultat in der gleichen Grössenordnung wie dieses Jahr zu erreichen.

sda