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SONDERSCHAU: So kommt Milch in die Tüte

Wie haben sich Milchkuh und Milchleistung im Laufe der Zeit verändert? Dazu hat der Zuger Bauernverband eine ganze Ausstellung gestaltet.
Melanie Boesch
Beim Handmelken merkt man: Milch kommt aus der Kuh, nicht aus dem Tetra Pack.Bild: Stefan Kaiser (Zug, 24. Oktober 2016)

Beim Handmelken merkt man: Milch kommt aus der Kuh, nicht aus dem Tetra Pack.Bild: Stefan Kaiser (Zug, 24. Oktober 2016)

Am Morgen ein Müesli, am Nachmittag einen Kaffee und am Abend ein Fondue – die Milch ist ein wichtiger Bestandteil unserer täglichen Essgewohnheiten. Doch wie hat sich die Technik zwischen dem Melken der Kuh und der gekauften Tüte in den letzten hundert Jahren verändert? Darauf bietet die Sonderschau des Zuger Bauernverbandes «Die Milchkuh im Wandel der Zeit» an der Zuger Messe Antwort.

In den vergangenen hundert Jahren hat sich einiges getan, was die Milchgewinnung, Milchleistung, die Haltung und Fütterung von Milchkühen sowie die Melktechnik angeht. So bekam eine Milchkuh im Sommer 1910 nur halb so viel Gras zu fressen wie eine im Sommer 2016. Und auch Kraftfutter war 1910 noch ein Fremdwort. Dafür produziert eine Kuh heute auch fast dreimal so viel Milch pro Tag. «Milchkühe kann man mit Hochleistungssportlern vergleichen. Sie brauchen spezielle Ernährung, um die maximale Leistung erbringen zu können» so Jonas Boog aus Hünenberg, einer der anwesenden Bauern. Es gebe jedoch auch Grenzen: «Auch wenn etwas Ehrgeiz wichtig ist, zu viel des Guten kann gefährlich werden.»

Heute melken modernste Roboter

Nicht nur bei der Fütterung der Kühe, auch bei der Melktechnik hat sich einiges getan. Bei der Sonderschau an der Zuger Messe wird die modernste Melktechnik, ein Melkroboter, vorgezeigt. «Diesen Roboter benutzen erst 22 Bauern in der Zentralschweiz», sagt Marcel Schneider, Bauer aus Buonas. Ein Vorteil dabei sei die grosse Zeiteinsparung. Auch Jonas Boog meint: «Automatisierung ist und bleibt ein grosses Thema.»

Durch die zunehmende Automatisierung hat sich vieles verändert. So erinnert sich die 85-jährige Bauerstochter Lina Tscharner aus Mettmenstetten: «Früher war alles noch anders, wir haben alles von Hand gemacht. Ich finde es schade, dass kein Platz mehr ist für sorgfältige Handarbeit. Aber ich verstehe, dass die Bauern auf die neuste Technik setzen, die Höfe könnten sonst ja gar nicht mehr bestehen.» Jonas Boog meint dazu: «Es ist aus wirtschaftlichen Gründen wichtig, am Puls der Zeit zu bleiben.»

Handmelken ist der Renner bei Kindern

Wer selbst erfahren möchte, wie Lina Tscharner früher auf dem Bauernhof gemolken hat, kann sich an der Sonderschau im Handmelken versuchen. Sabrina Leuthold, Bäuerin aus Horgen, die die Sonderschau mitkonzipiert hat, zieht eine positive Zwischenbilanz: «Das Melken ist ein grosser Erfolg. Da sehen die Kinder, dass die Milch aus der Kuh kommt und nicht aus dem Tetra Pack. Ausserdem gibt es etwas zu gewinnen.» Sabrina Leuthold findet es toll, dass die Sonderschau mit dem Handmelken einen aktiven Teil mit sich bringt. Auch der produktionstechnische Schwerpunkt der Sonderschau ist neu, da sich der Zuger Bauernverband in den letzten Jahren auf umwelttechnische Themen konzentriert hat.

An der Sonderschau können die Besucher der Zuger Messe mehr über das Verdauungssystem und den Blutkreislauf der Kühe lernen. Auch, dass es 10 Kilogramm Milch braucht, um 450 Gramm Butter herzustellen, wird an der Sonderschau des Zuger Bauernverbandes gezeigt. Was alles sonst noch aus 10 Kilogramm Milch hergestellt wird, kann man noch bis zum kommenden Sonntag an der Sonderschau herausfinden.

www. Lesen Sie unser Dossier unter: zugerzeitung.ch/zugermesse

Melanie Boesch

Charmante Zugerin, Patricia Zürcher (27), Steinhausen. Bild: Daniel Frischherz

Charmante Zugerin, Patricia Zürcher (27), Steinhausen. Bild: Daniel Frischherz

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