SORGERECHT: Mächtige Mütter, ohnmächtige Väter

Am Samstag gehen Väter in Zug und Baar auf die Strasse. Sie kämpfen da­rum, ihre Kinder regelmässig sehen zu können, und für das gemeinsame Sorge­recht als Regel.

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Im Mittelpunkt des Steits: das Kind. (Bild Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Im Mittelpunkt des Steits: das Kind. (Bild Corinne Glanzmann / Neue LZ)

«Ich habe Pflichten, aber keine Rechte», sagt ein betroffener Vater aus Baar. In seiner Verzweiflung hat er sich an den Verein verantwortungsvoll erziehender Väter und Mütter (VeV) gewandt.

Vieles an dem Baarer Fall sei typisch, sagt Oliver Hunziker, Präsident von VeV: «Die Männer fühlen sich von den Behörden oft übergangen.» Der Verein fordert die gemeinsame elterliche Sorge als Regelfall bei der Scheidung.

Seit acht Jahren wird das gemeinsame Sorgerecht in der Schweiz auf Antrag zugesprochen. Voraussetzung ist aber, dass sowohl Mutter als auch Vater einverstanden sind. «Wenn die Mutter nicht will, hat man kaum eine Chance, das gemeinsame Sorgerecht zu erstreiten», sagt Hunziker.

Nelly Keune

Mehr zum Thema lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.