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Sozialhilfequote im Kanton Zug bleibt weiterhin stabil

Im Jahr 2017 haben 2159 Zugerinnen und Zuger wirtschaftliche Sozialhilfe bezogen. Die Sozialhilfequote von 1,7 Prozent liegt deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt.

Im Kanton Zug betrug 2017 die Sozialhilfequote 1,7 Prozent. Sie liegt damit seit sechs Jahren in Folge auf unverändertem Niveau, wie Lustat Luzern Statistik gestern mitteilte. Verglichen mit der Gesamtschweiz ist die Sozialhilfequote des Kantons Zug unterdurchschnittlich (Schweiz 2016: 3,3 Prozent). Sie ist auch tiefer als die Quote der Zentralschweiz, welche 2017 bei 2,0 Prozent lag.

Ein tiefes Bildungsniveau erhöht das Sozialhilferisiko beträchtlich. Die Sozialhilfequote von Personen ohne nachobligatorischen Bildungsabschluss war 2017 im Kanton Zug mit 4,2 Prozent mehr als doppelt so hoch wie jene der Zuger Gesamtbevölkerung. Wie in den vorhergehenden fünf Jahren ist 2017 der Anteil der Sozialhilfebezüger unter den Personen mit tiefem Bildungsniveau erneut gestiegen. Eine Berufslehre oder eine andere nachobligatorische Ausbildung erleichtert nicht nur den Zugang zum Arbeitsmarkt, sondern erhöht auch die Arbeitsplatzsicherheit.

Der Unterschied im Bildungsniveau zwischen der Schweizer und der ausländischen Bevölkerung ist aufgrund des hohen Anteils an hochqualifizierten Zuwanderinnen und Zuwanderern im Kanton Zug schwächer ausgeprägt als in anderen Kantonen. Ein tieferes Bildungsniveau ist aber auch im Kanton Zug mit ein Grund für die höhere Sozialhilfequote der ausländischen Wohnbevölkerung (3,6 Prozent) im Vergleich zu jener mit Schweizer Nationalität (1,0 Prozent). Weiter erklärt sich das erhöhte Armutsrisiko von Ausländerinnen und Ausländern durch schlechtere Chancen am Arbeitsmarkt und unzureichende Einkommen aufgrund von Erwerbstätigkeit in Tieflohnbranchen.

Drei von zehn unterstützten Personen sind minderjährig

Drei von zehn unterstützten Personen sind minderjährig Die Sozialhilfequote von Personen im erwerbsfähigen Alter (18–64 Jahre) betrug 2017 im Kanton Zug 1,9 Prozent. Von diesen Sozialhilfebezügern gingen 33,0 Prozent einer Erwerbstätigkeit nach – überwiegend in Form einer Teilzeitanstellung. Die Altersgruppe, welche am seltensten Sozialhilfe bezog, war diejenige der Über-64-Jährigen (Quote ZG: 0,2 Prozent). Personen im Rentenalter haben im Bedarfsfall Anrecht auf Ergänzungsleistungen zur AHV, so dass sie nur in Ausnahmefällen auf wirtschaftlichen Sozialhilfe angewiesen sind. Die Altersgruppe mit dem höchsten Risiko eines Sozialhilfebezugs sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (Quote ZG: 2,8 Prozent). Im Jahr 2017 waren 3 von 10 unterstützten Personen im Kanton minderjährig.

Kinder und Jugendliche sind nicht generell einem erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt. Betroffen sind sie vor allem dann, wenn sie mit nur einem Elternteil zusammenleben. 2017 bezogen im Kanton Zug 2,2 Prozent der Privathaushalte Sozialhilfe; bei verheirateten Paaren mit Kindern waren es 1,2 Prozent. Um ein Vielfaches höher war dieser Anteil mit 16,3 Prozent bei Haushalten, in denen ein alleinerziehender Elternteil – überwiegend Mütter – mit seinen Kindern zusammenlebt. Das Einkommen Alleinerziehender reicht häufig nicht aus, um den Lebensbedarf der Familie zu decken. Familien mit Kindern werden neben der wirtschaftlichen Sozialhilfe mit weiteren bedarfsabhängigen Sozialleistungen unterstützt. 2017 wurden im Kanton Zug 407 Kindern und jungen Erwachsenen die Alimente bevorschusst (-4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr). 114 Familien erhielten Mutterschaftsbeiträge (+11,8 Prozent).

Die mittlere 
Bezugsdauer nimmt zu

Die Sozialhilfe dient in erster Linie der Überbrückung temporärer Notlagen. Rund die Hälfte der Fälle wird innerhalb eines Jahres wieder abgeschlossen. Die mittlere Bezugsdauer der 2017 im Kanton Zug abgeschlossenen Fälle ist jedoch auf 12 Monate angestiegen (2016: 11 Monate). Bei den 2017 abgeschlossenen Dossiers gingen 33,1 Prozent auf eine verbesserte Erwerbssituation zurück, bei 34,3 Prozent wurde die Sozialhilfe durch eine andere Sozialleistung abgelöst (z.B. IV-Rente). Bei 26,3 Prozent endete die Zuständigkeit der involvierten Sozialdienste, meist wegen Wegzug oder Kontaktabbruch der unterstützten Person. (zim/PD)

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