Sozialplan bei Cham Paper Group steht

Die rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Cham Paper Group, welche bis Ende 2013 die Kündigung erhalten, werden mit einem Sozialplan unterstützt. Kernelement stellt dabei ein eingerichtetes Jobcenter dar.

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Gebäude der Cham Paper Group in Cham. (Bild: Keystone)

Gebäude der Cham Paper Group in Cham. (Bild: Keystone)

Bis Ende 2013 soll beim Spezialpapier-Hersteller Cham Paper Group eine von zwei Papiermaschinen stillgelegt werden. Im Rahmen dieser Umstrukturierung werden insgesamt rund 200 Mitarbeiter ihre Stelle verlieren. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt, sollen diese aber durch einen Sozialplan unterstützt werden, der Rückwirkend ab dem 1. Januar in Kraft tritt.

Eigenes Jobcenter im Betrieb

Das Kernelement der betrieblichen Unterstützung stelle das im Unternehmen eingerichtete Jobcenter dar. Dieses unterstütze die von der Kündigung Betroffenen noch während ihrer Anstellung und bereite sie auf die künftige Stellensuche vor. Das Jobcenter werde von einer neutralen Person geführt und arbeitet eng mit den öffentlichen Stellen zusammen.

Zusätzliche Leitungen für Mitarbeiter ab 50

Neben der tatsächlichen Unterstützung bei der Stellensuche sehe der Sozialplan auch verschiedene finanzielle Leistungen vor, wie zum Beispiel Umzugsentschädigung, Weiterbildungsfinanzierung, Lohndifferenzausgleich sowie eine nach Dienstjahren abgestufte Abgangsentschädigung.

Ältere Mitarbeitende sollen zusätzliche Leistungen erhalten. Ab einem Alter von 50 Jahren werde die Kündigungsfrist um einen weiteren Monat verlängert. Mitarbeitende ab 55 Jahren bekämen ausserdem die Möglichkeit, das Arbeitsverhältnis nochmals um drei Monate zu verlängern, falls sie nach Ablauf der verlängerten Kündigungsfrist keine neue Arbeitsstelle gefunden haben. Abschliessend sehe der Sozialplan die Möglichkeit einer Frühpensionierung ab dem Alter von 60 Jahren vor.

pd/bep