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SP gibt sich kämpferisch und schickt Barbara Gysel ins Rennen

Der Frauenanteil auf der Kandidatenliste für die Kantonsregierung wird durch die SP verdoppelt. Die SP will mit der 41-jährigen Barbara Gysel ihren vor zwölf Jahren verlorenen Sitz zurückholen. Gleichzeitig werden Wogen geglättet.
Marco Morosoli
Barbara Gysel kandidiert für die SP als Regierungsrätin. (Bild: PD)

Barbara Gysel kandidiert für die SP als Regierungsrätin. (Bild: PD)

Das «Stängeli» ist voll. Seit gestern gibt es faktisch zehn Kandidaten für die Regierungsratswahlen am 7. Oktober. Einstimmig haben gestern Abend rund 60 Mitglieder im ehemaligen Zuger Bürgerasyl entschieden, dass Barbara Gysel (41) den von der SP 2006 verlorenen Sitz im Zuger Regierungsrat zurückholen soll. «Durch eine veränderte Ausgangslage haben wir gewisse Rochaden vornehmen müssen», sagt Zari Dzaferi. Er ist Kantonsrat und Vizepräsident der SP des Kantons Zug. Gysel hätte eigentlich den Sitz des zurücktretenden SP-Stadtpräsidenten Dolfi Müller verteidigen helfen sollen. Den Segen des Stadtoberen hat Gysel schon mal. Er sagt: «So wie Barbara Gysel bisher politisiert hat, gehört sie in die kantonale Exekutive. Das Florett liegt ihr besser als der Zweihänder.»

Auch Dzaferi, der selber in Baar ins Baarer Rathaus einziehen will, sieht intakte Chancen: «Gysel hat die besten Chancen, den Job zu machen.» Dies auch unter der Prämisse, dass der Regierungsrat am 7. Oktober zum zweiten Mal im Majorzverfahren gewählt wird. Gemäss Dzaferi sieht die SP die Nominierung von Barbara Gysel auch als eine Speerspitze, «um eine reine Männerregierung zu verhindern». Die SP-Geschäftsleitung des Kantons sieht die Kandidatur von Gysel als eine «Frauen-Realkandidatur» an. Neben ihr kandidiert als zweite Frau Silvia Thalmann (CVP). Die von der SP auf den Schild Gehobene schätzt ihre Kandidatur keinesfalls als chancenlos ein. Vom Bonus der Bisherigen könnten vier Regierungsratsmitglieder zehren. Der Rest muss sich einsetzen, dass er ab dem 1. Januar 2019 im Siebnerboot einen Sitz ergattern kann. Auch gestern hat das Hin und Her zwischen der SP und der Alternativen-die Grünen (ALG) in Leserbriefspalten Gesprächsstoff geliefert. SP-Vizepräsident Zari Dzaferi, einer der Beteiligten in diesem Meinungsaustausch, hat dazu kurz Stellung genommen. Jetzt gilt für ihn aber: «Wir müssen vorwärts schauen.» So werde weiterhin eine gemeinsame Vereinbarung für die Wahlen 2018 mit der ALG gesucht. Wer für Barbara Gysel für die Stadtratswahlen nachrückt, soll am 2. Juli entschieden werden. Es gibt mehrere Vorschläge.

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