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SPARPROGRAMM: Der Zuger Kantonsrat kürzt den Pendlerabzug

Obwohl der Steuerfuss vorerst nicht erhöht wird, schraubt der Kanton Zug an den Steuern: Der Kantonsrat hat am Donnerstag entschieden, den Pendlerabzug auf 6000 Franken zu begrenzen. So nimmt der Kanton voraussichtlich rund 1,5 Millionen Franken mehr Steuern ein.
Auch einige von ihnen treffen die Sparmassnahmen des Kantons Zug: Der Pendlerabzug wird begrenzt. Unser Bild stammt vom Bahnhof in Rotkreuz. (Bild: Maria Schmid / ZZ)

Auch einige von ihnen treffen die Sparmassnahmen des Kantons Zug: Der Pendlerabzug wird begrenzt. Unser Bild stammt vom Bahnhof in Rotkreuz. (Bild: Maria Schmid / ZZ)

Bisher gab es beim Pendlerabzug für ÖV und Auto keine Begrenzung. Neu können die Zugerinnen und Zuger nur noch 6000 Franken von den Steuern abziehen, genau so viel wie ein 1.-Klasse-GA kostet. Die indirekte Steuererhöhung betrifft somit lediglich die Autopendler, weil Zugpendler ohnehin nicht mehr für ihr Pendeln ausgeben können.

Mit diesem Betrag sind die Zuger Verhältnisse nach wie vor komfortabel. Auf Bundesebene wurde der Pendlerabzug bereits auf 3000 Franken begrenzt. Im Nachbarkanton Zürich sollen die Einwohner künftig ebenfalls nur noch 3000 Franken abziehen können.

GLP und SP forderten, den Pendlerabzug in Zug ebenfalls auf 3000 Franken zu begrenzen - allerdings ohne Erfolg. Die SVP wiederum verlangte, gar keine Begrenzung einzuführen und das geltende Recht zu belassen, war damit aber chancenlos.

Nächstes Sparprogramm bereits in Planung

Ob der Zuger Kantonsrat mit der Spardebatte am heutigen Donnerstag fertig wird, ist noch unklar. Die Regierung stellte Kürzungsanträge in der Höhe von 42 Millionen Franken. Insgesamt sollen dauerhaft 111 Millionen pro Jahr gespart werden.

Ein erstes Massnahmen-Paket konnte der Regierungsrat bereits zu einem früheren Zeitpunkt in Eigenregie beschliessen. Das nun vorliegende 42-Millionen-Paket enthält jene Kürzungen, über die der Rat entscheiden muss.

Vergangene Woche gab der Regierungsrat allerdings bekannt, dass diese ganzen Sparanstrengungen nicht ausreichen werden, um den Staatshaushalt wieder ins Lot zu bringen. Er bereitet deshalb bereits das nächste Sparprogramm vor. (sda)

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