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SPARPROGRAMM: Neue Schiffssteuer: Zuger Kantonsrat bittet Hobbykapitäne zur Kasse

Hobbykapitäne auf Zuger Seen müssen neu eine Schiffssteuer zahlen: Der Zuger Kantonsrat hat am Donnerstag im Rahmen der Spardebatte eine neue Steuer für private Boote eingeführt. Dagegen war einzig die SVP - aus Prinzip.
Blick auf den Zugersee. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Blick auf den Zugersee. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Eine Schiffssteuer sei eine völlig willkürliche Massnahme, argumentierte die SVP. Man könne ja gleich Steine besteuern. Sie forderte vergeblich, dass die Zugerinnen und Zuger weiterhin kostenlos mit einem Boot den See nutzen können.

Neu müssen sie eine Steuer entrichten, die je nach Grösse des Boots verschieden hoch ausfällt. Ein etwas grösseres Gefährt mit viel Leistung, etwa um Wakeboard fahren zu können, dürfte voraussichtlich etwa 1200 Franken pro Jahr kosten. Ruderboote, Pedalos und Surfbretter sind von der Steuer ausgenommen.

Der Kantonsrat folgte mit seinem Entscheid dem Regierungsrat, der sich von der neuen Steuer Einnahmen von etwa einer halben Million Franken pro Jahr erhofft. Bisher waren Seerettungsdienst, Sturmwarndienst und Seepolizei für die Freizeitkapitäne gratis, neu sollen diese Dienste über die Schiffssteuer finanziert werden.

Sparen bei der Kursschifffahrt

Auswirkungen hat das Sparprogramm auch auf die Kursschiffe, die auf dem Zuger- und dem Aegerisee verkehren. Der Kantonsrat entschied, den Kostendeckungsgrad der Schifffahrt zu erhöhen, von 60 auf 70 Prozent. Die Kursschiffe sollen also stärker rentieren. Die kantonalen Beiträge werden entsprechend gekürzt.

Die Regierung wollte die kantonalen Beiträge eigentlich noch mehr kürzen und den Kostendeckungsgrad auf 80 Prozent erhöhen. Parlamentarier mit touristischen Interessenverbindungen warnten aber erfolgreich davor, dass "das bisschen Tourismus, das es im Kanton Zug gibt" mit diesem Entscheid versenkt werde. Gegenwärtig fahren auf dem Zugersee vier Schiffe und auf dem Aegerisee deren zwei.

Wegen der ausgedehnten Debatte schaffte es der Rat am Donnerstag nicht, das Sparpaket fertig zu diskutieren. Am 3. Mai wird deshalb eine ausserordentlich Sitzung einberufen. Insgesamt liegen Kürzungsanträge in der Höhe von 42 Millionen vor. (sda)

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