SPARPROGRAMM: Zuger Kantonsrat kürzt kräftig beim Staatspersonal

Der Zuger Kantonsrat hat bei der Debatte um das 42-Millionen-Sparpaket die ersten Kürzungen beschlossen: Lohnerhöhungen für das Staatspersonal fallen in Zukunft kleiner aus. Gestrichen wird die Abgabe von Reka-Schecks.

Drucken
Teilen
Der Gürtel drückt – der Kanton Zug spart. (Bild: ARchiv / Neue ZZ)

Der Gürtel drückt – der Kanton Zug spart. (Bild: ARchiv / Neue ZZ)

Die gesamte Beförderungssumme, welche auf die Mitarbeiter verteilt werden kann, soll künftig zudem nicht mehr fix sein, sondern jedes Jahr neu bestimmt werden. Der Kantonsrat entschied, dass er dies im Rahmen der Budgetdebatte gleich selber übernehmen will.

Die Staatsangestellten erhalten künftig keine Reka-Checks mehr. Die bürgerliche Mehrheit hat dieses "Relikt aus alter Zeit" am Donnerstag im Rahmen des 42-Millionen-Sparpakets gestrichen. Damit können pro Jahr knapp 400'000 Franken gespart werden. Die linksgrüne Seite argumentierte vergeblich, dass Reka-Checks ein wichtiges Instrument seien, um Mitarbeiter zu motivieren. Die Bürgerlichen setzten sich durch und strichen den Staatsangestellten den Zustupf für Ferien und Freizeit.

Gespart wird auch bei den Lehrern: Ältere Lehrerinnen und Lehrer sollen ab einem Alter von 55 Jahren nicht mehr mit zwei Entlastungslektionen geschont werden, sondern nur noch mit einer. Ab 60 sollen sie aber auch künftig bei gleichem Lohn zwei Lektionen weniger unterrichten dürfen.

18 Millionen von den Gemeinden

Zur Kasse gebeten werden auch die Zuger Gemeinden: Sie sollen bis 2019 jedes Jahr insgesamt 18 Millionen Franken an den Kanton abliefern, damit dieser seinen Haushalt sanieren kann.

Diese Beschlüsse sind aber noch nicht definitiv. Bei der Debatte vom Donnerstag handelte es sich um die erste Lesung. Die zweite mit Schlussabstimmung findet in einigen Wochen statt. Das zweite Paket des Sparprogrammes beinhaltet Kürzungen von 42 Millionen Franken. (sda)