Walchwil: Spazieren entlang des Bahndamms mit Sicht auf den See

Aktuell liegt das Baugesuch für den Walchwiler Panoramaweg auf. Bei der Umsetzung will die Gemeinde Synergien nutzen.

Rahel Hug
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Der Panoramaweg beginnt bei der Haltestelle Hörndli. (Bild: Stefan Kaiser, Walchwil, 20. August 2019)

Der Panoramaweg beginnt bei der Haltestelle Hörndli. (Bild: Stefan Kaiser, Walchwil, 20. August 2019)

Eine neue Verbindung entlang des Bahndammes zwischen den Quartieren in Walchwil: Was bei der Ortsplanungsrevision im Jahr 2006 als Projektidee aufgekommen ist, wird jetzt konkret. An der letzten Gemeindeversammlung im Dezember 2018 sprach sich die Bevölkerung für den Kredit von 1,96 Millionen Franken aus und gab damit grünes Licht für die Planung des Panoramaweges zwischen der Haltestelle Hörndli und dem Büel. Noch bis am 4. September liegt das Baugesuch öffentlich auf.

«Mit dem Panoramaweg soll eine Wegverbindung zwischen dem Gebiet Hörndli und dem Dorfzentrum geschaffen werden, um die bestehenden Fuss- und Wanderwege zu vernetzen und die Anbindung an die geplanten Infrastrukturen zu verbessern», heisst es im Baubeschrieb. Der Weg führt durch die Personenunterführung entlang dem Bahndamm, vorbei an der Überbauung Chlimattli und der geplanten Überbauung Löffler, weiter zum Tunnel Büel.

Unbefestigter Wanderweg auf der Seeseite

Ziel sei es, einen attraktiven Wanderweg zu realisieren, welcher ohne grössere Niveauunterschiede die beiden Dorfteile verbindet. Der unbefestigte Wanderweg auf der Seeseite der SBB-Gleise wird zirka 1,2 bis 1,5 Meter breit sein und keine Stufen aufweisen. Zwischen dem Hörndli und dem Büel wird er neu erstellt, nach dem Büel führt der Weg auf den bereits bestehenden Fussweg zum Eichhof und damit direkt ins Dorfzentrum.

Bei der Realisierung will der Walchwiler Gemeinderat Synergien nutzen. Zurzeit ist bekanntlich die SBB-Bahnstrecke am Zugersee-Ostufer für gesamthaft anderthalb Jahre gesperrt, unter anderem wird eine Doppelspur gebaut. «Die Arbeiten gehen Hand in Hand», gibt der Bauvorsteher René Peyer Auskunft. Man habe eng mit der SBB zusammengearbeitet, die Pläne seien vom gleichen Ingenieurbüro entwickelt worden. Für eine zeitgleiche Ausführung sprechen auch die Finanzen: «Ein Bau des Weges bei laufendem Bahnbetrieb würde Mehrkosten mit sich bringen», erklärt der FDP-Gemeinderat. Durch die Streckensperre ist auch der Zeitplan vorgegeben. «Wenn keine Einsprachen eingehen, möchten wir spätestens im nächsten Frühling anfangen und hoffen, den Weg schliesslich Ende 2020 mit der Fertigstellung des Bahnprojekts eröffnen zu können.» Die Zusammenarbeit mit den Grundeigentümern – neben der SBB gehört ein Teil des Landes der Korporation – beschreibt Peyer als «reibungslos». Er ist überzeugt, dass die Gemeinde mit dem Weg einen Mehrwert für die Bevölkerung schaffen kann.

Ein sicherer Weg für Schulkinder

Laut dem Baugesuch ist der Panoramaweg auch für ältere Menschen und Personen mit Kinderwagen geeignet. Zudem diene er als sicherer Weg für Schulkinder aus dem Quartier Hörndli. «Der Weg soll die Kastanienselve als Naherholungsgebiet begeh- und spürbar machen, wie dies im kantonalen Richtplan vorgesehen ist», heisst es weiter in den Unterlagen.

An der Gemeindeversammlung vom vergangenen Dezember war stets die Rede von der ersten Etappe des Panoramawegs. Wann soll die zweite Etappe gebaut werden? Laut René Peyer steht dies noch in den Sternen. Eine allfällige zweite Etappe würde von Walchwil nach Arth weiterführen. Diesbezüglich seien aber noch gar keine Abklärungen erfolgt. Peyer: «Eine Umsetzung liegt deshalb noch in weiter Ferne.»