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Spektakuläres am Zuger Seefest - in der Luft und am Boden

Zum 50-Jahr-Jubiläum am kommenden Samstag gibt’s mit der Patrouille Suisse und dem traditionellen Feuerwerk nebst vielen anderen Angeboten zwei besondere Höhepunkte. Zu Denken gibt den Veranstaltern ein wiederkehrendes Problem.
Cornelia Bisch
Gehört unbedingt dazu: Das Feuerwerk über dem Zuger Seebecken (Bild: Christian H. Hildebrand, Zug, 23. Juni 2018)

Gehört unbedingt dazu: Das Feuerwerk über dem Zuger Seebecken (Bild: Christian H. Hildebrand, Zug, 23. Juni 2018)

Den Veranstaltern des Zuger Seefests – Zugsports – gelang für die Jubiläumsausgabe ein besonderer Coup: Die Patrouille Suisse wird dem Fest zum 50. Geburtstag am 22. Juni um 17.30 während einer halben Stunde ihre Aufwartung machen. «Wir haben einen speziellen Draht zur Patrouille Suisse», tönt OK-Präsidentin Kathrin Sonderegger geheimnisvoll an. Deshalb sei es dem OK gelungen, die Fliegertruppe des Schweizer Militärs für den Anlass zu gewinnen. «Natürlich muss man auch Glück haben», räumt sie ein. «Der Anlass passte gerade ins Trainingsprogramm des Korps.» Die Piloten werden nach der Landung in Emmen zurück nach Zug reisen, um den Festgästen für Autogramme und Selfies zur Verfügung zu stehen.

Für die Veranstalter ist die eigentliche Show der Flieger kostenlos. «Wir müssen aber eine kostspielige Flugshowversicherung abschliessen.» Am Freitag findet zwischen 16 Uhr und 16.30 Uhr zudem ein Probeflug statt.

Varieté und Strassenkunst

Mit einem weiteren Highlight, dem halbstündigen Feuerwerk, warten die Veranstalter um 22.30 Uhr auf. «Auch hier gibt’s eine Neuerung», verrät Sonderegger. «Das Feuerwerk wird erstmals mit Musik umrahmt sein.» Diese wird von sämtlichen Festlokalen aus hörbar sein. Die Feuerwerkskörper werden von Schweizer Fachleuten in der Schweiz hergestellt und in einem ansprechenden Konzept mit Musikmix präsentiert. «Das wird hammerschön», ist Sonderegger – selbst bekennender Feuerwerksfan – überzeugt.

«Darüber hinaus gibt es wiederum zahlreiche Live-Bands verschiedenster Musikstilrichtungen sowie DJ», erklärt die OK-Präsidentin. Das im letzten Jahr eingeführte Konzept der verschiedenen Bereiche für Jugendliche, Familien, Rock/Pop- oder Retrofans habe sich bewährt und werde fortgesetzt. «Neu werden wir jedoch auch auf dem Landsgemeindeplatz eine Bühne aufbauen mit Varieté- und Strassenkünstlern.» Dort herrsche dann eher eine ruhigere, lockere Atmosphäre. Auch der Schlager-DJ beim Rigiblick ist dieses Jahr neu im Programm. «Die Retro-Disco, die letztes Jahr dort stattfand, haben wir nun auf den Gärbiplatz verlegt.» Insgesamt sind rund ein Dutzend Live-Acts und nochmals ebenso viele DJ im Einsatz.

«Wir hoffen, dass das Zuger Seefest nicht nur auf der Agenda der hier lebenden, sondern auch der Heimwehzuger steht», betont Sonderegger.

Mit den grossen Geschützen auffahren

Wegen der attraktiven Jubiläumshöhepunkte und weil dieses Jahr kein Luzerner Fest stattfindet, rechnet das OK mit mehr als den üblichen 20000 Gästen. «Wie viele es genau sein werden, ist schwer zu sagen», stellt Sonderegger fest. «Es wird auch vom Wetter abhängen.» Die Prognosen lassen hoffen. «Wir haben Back-ups für Essen und Getränke organisiert, falls es knapp wird.» Bei leichtem Regen wird die Patrouille Suisse trotzdem fliegen. «Bei Sturm könnte die Vorführung ausfallen.» Das werde jedoch kurzfristig festgelegt.

Damit der Abfallberg in Schach gehalten werden kann, entrichtet man ein Depot von zwei Franken pro Getränkebecher. «Ausserdem ist ein Team von 25 Leuten ständig im Einsatz, um die Abfallbehälter zu leeren und für Ordnung zu sorgen.» Nach dem letztjährigen Fest machten die Veranstalter jedoch eine ernüchternde Erfahrung. «Wir hatten nach dem Fest um 5 Uhr früh die Aufräumarbeiten auf dem Gelände abgeschlossen», berichtet Sonderegger. «Als wir jedoch um 7 Uhr zurückkehrten, standen wir wiederum vor einem gewaltigen Abfallberg.» Dies, weil offenbar viele Leute weitergefeiert und die Abfälle ihrer selbst mitgebrachten Konsumgüter einfach liegen gelassen hatten. Als Veranstalter seien sie verantwortlich für die Abfallbewirtschaftung, also sei ihnen nichts anderes übrig geblieben, als nochmals von vorne zu beginnen. «Das war ziemlich deprimierend für uns», gesteht Sonderegger. «Aber nun sind wir gewappnet und werden mit den ganz grossen Abfallwagen und Strassenputzmaschinen auffahren.»

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