Baar: Der Spielplatz Sternmatt 1 wird aufgerüstet

Die Gemeinde Baar konzipiert den Spielplatz Sternmatt 1 und Teile des Zugerweglis neu. Ziel ist, dass sich alle Generationen am Platz erfreuen. Ein Mitwirkungsanlass stiess auf reges Interesse.

Rahel Hug
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Eine Impression vom Mitwirkungsanlass, der kürzlich stattfand. (Bild: PD/Stiftung Hopp-la)

Eine Impression vom Mitwirkungsanlass, der kürzlich stattfand. (Bild: PD/Stiftung Hopp-la)

«Hopp-la-Baar» – dieser lustig klingende Name steht für ein Pilotprojekt, welches Generationen verbinden soll. Konkret geht es darum, öffentliche Bewegungs- und Begegnungsräume neu zu konzipieren, sodass sich Jung und Alt wohlfühlen, sich betätigen und verweilen können. Am Beispiel des Spielplatzes Sternmatt 1 möchte die Gemeinde Baar in diesem Bereich eine Vorreiterrolle einnehmen.

Kürzlich fand ein Mitwirkungsanlass statt, bei dem sich Baarerinnen und Baarer über die Idee informieren und ihre Inputs einbringen konnten. «Die Mitwirkung stiess auf reges Interesse», teilt die Gemeinde nun mit. Barbara Hotz, Leiterin der Fachstelle Gesundheit/Alter der Gemeinde Baar, sagt: «Es war erfreulich, dass verschiedene Kulturen und verschiedene Generationen teilgenommen haben.» Zusätzlich hatte die Bevölkerung die Gelegenheit, an einer Online-Umfrage zum Projekt «Hopp-la» teilzunehmen.

Sand und Wasser dürfen nicht fehlen

Eine erste Auswertung zeigt, dass der bestehende Spielplatz Sternmatt 1 bereits heute ein beliebter Spiel- und Aufenthaltsort sowohl für Kinder und deren Bezugspersonen wie auch für ältere Menschen ist. «Es werden vor allem Balancier- und Klettermöglichkeiten, Schaukeln und Rutschen gewünscht», heisst es in der Mitteilung der Gemeinde. Es zeige sich auch, dass Sand und Wasser auf keinen Fall fehlen dürften. «Einige befürworten zudem verschiedene Sitzmöglichkeiten und Picknick-Tische in schattigen Bereichen.»

Die vorgeschlagenen punktuellen Balancier- und Spielstationen entlang des Zugerweglis fanden grossen Anklang. Kritisch wurden hingegen der Zustand der sanitären Einrichtungen und das Tunnelsystem im Hügel bewertet. Die Überquerung der Sternmattstrasse vom Spielplatz bis zum Zugerwegli wird für Kinder als unübersichtlich und gefährlich eingestuft. «Es kamen viele Ideen zur Beruhigung der Strasse zusammen.»

Die zahlreichen Inputs werden nun in ein Vorprojekt einfliessen. Ziel ist es, der Gemeindeversammlung vom kommenden Sommer eine Vorlage zu unterbreiten. Laut Barbara Hotz geht es zunächst um den Spielplatz Sternmatt 1 und um Teile des Zugerweglis. In einer dritten Etappe soll später der Platz bis zum Schwesternhaus aufgewertet werden. Dieser Teil ist aber noch nicht Bestandteil des Projektes, das nun ausgearbeitet wird. «Ziel ist es, den neu gestalteten Spielplatz im Sommer 2021 zu eröffnen», sagt Hotz. Über die Kosten kann sich die Fachstellenleiterin noch nicht äussern. «Das wird das Vorprojekt zeigen, welches aktuell ausgearbeitet wird.»

«Hopp-la» ist eine Stiftung, die sich laut Website für «intergenerative Bewegungs- und Gesundheitsförderung» einsetzt. Sie unterstützt die interessierten Gemeinden im Aufbau und der Umsetzung von Projekten. Auch die Gemeinde Cham erstellt in Zusammenarbeit mit «Hopp-la» einen Generationenplatz. Das Baugesuch für das Projekt auf dem Areal Büel lag kürzlich öffentlich auf.

Begleitangebote zusätzlich zur Infrastruktur

Das Projekt «Hopp-la» besteht neben Verbesserungen der Infrastruktur auch aus Bewegungsangeboten. Wie beispielsweise das «Hopp-la-Fit» oder das «Hopp-la-Tandem». Beim «Tandem» besuchen Kinderkrippen Altersheime und die Kinder bewegen sich zusammen mit den Betagten. Beim «Fit» treffen sich Jung und Alt draussen für gemeinsame Aktivitäten. Laut Barbara Hotz fanden solche Anlässe auf der Wiese beim Martinspark und im Quartier Schutzengel statt. «Das Angebot im Schutzengel war wohl vom Standort her nicht ideal, die ältere Generation kam nicht sehr zahlreich.» Abgesehen davon seien die Begleitangebote ein Erfolg: «Die Beteiligten haben den Plausch.» Das «Hopp-la-Fit» findet im Winter im Pfarreiheim statt. Weitere Infos gibt es online auf www.baar.ch.