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SPORTSPONSORING: Ein Pole unterstützt nun Zug 94

Viele ausländische Firmen haben ihr Domizil in Zug. Nicht alle hegen ein Interesse an lokalen Vereinen. Eine Software-Firma hingegen schon.
Erste Bandenwerbungen hängen bereits im Herti-Stadion. (Bild Maria Schmid)

Erste Bandenwerbungen hängen bereits im Herti-Stadion. (Bild Maria Schmid)

Wolfgang Holz

Nächste Woche wirds ernst: Die Fussballvereine Zug 94 und der SC Cham stehen in den Spielen um den Aufstieg in die Promotionsliga. Sind zumindest die sportlichen Ziele damit beider Klubs noch im Lot, kann Zug 94 auch noch einen andere gute Nachricht vermelden: Ab 1. Juli tritt ein neuer Hauptsponsor auf den Plan: Comarch – ein weltweit tätiges Unternehmen für Software- und Telekommunikationslösungen mit mehr als 4200 Mitarbeitern in 22 Ländern – wird den Stadtzuger Fussballklub die nächsten dreieinhalb Jahre finanzieren.

Fünf- bis sechsstellige Summe

«Das ist eine tolle Sache – und wir sind sehr glücklich, Comarch als neuen Hauptsponsor vorstellen zu dürfen», sagt Zug-94-Präsident Beat Knoblauch. Zwar will er nicht verraten, wie viel Geld konkret der IT-Dienstleister dem Zuger Fussballklub in den nächsten Jahren auf den Tisch blättert. Knoblauch verrät immerhin: Es handelt sich um eine fünf- bis sechsstellige Summe pro Jahr. Und das auch noch, ohne den Klub auf klare sportliche Ziele zu verpflichten. «Comarch unterstützt uns auch weiter in der 1. Liga», so Knoblauch – also da, wo Zug 94 in dieser Saison spielt.

Das Marketing-Engagement des internationalen Unternehmens, das in der Schweiz, Deutschland und Österreich rund 300 Mitarbeiter an 12 Standorten beschäftigt, ist bei Zug 94 voll und ganz auf finanzielle Unterstützung ausgerichtet. «Der Name Comarch wird ab der neuen Saison auf die Trikots von Zug 94 als Schriftzug auf die Brust gedruckt sein», verrät der Zug-94-Präsident. Das Besondere an dem Sponsoring von Zug 94 durch Comarch ist aber nicht nur, dass eine IT-Firma sich für den heimischen Fussball engagiert.

Technikprofessor und Sportfan

Der Gründer der Firma, die in der Schweiz ihren Hauptsitz in Luzern hat, heisst Janusz Filipiak, ist 62 Jahre alt und legte den Grundstein für die erste Firma in Krakau. Der Pole ist Technikprofessor, fussballbegeistert – und wohnt auch noch in Zug. Angeblich hat der neue Hauptsponsor auch schon Matches von Zug 94 angeschaut. «Wir wollen etwas tun für die Menschen vor Ort, die hier verwurzelt sind und ihre Heimat schätzen – im Sport sind ja die engagierten Kleineren das Rückgrat und gleichzeitig die Zukunft», sagt Jürg Feuz, Geschäftsführer der Comarch Swiss AG. Gerade in einem internationalen Unternehmen spiele der regionale Gedanke eine wichtige Rolle. Feuz: «Deshalb macht es uns Freude, in einen Verein wie Zug 94 zu investieren. Schliesslich ist Fairplay auch im Geschäftsleben Basis unserer Arbeit.» Das Sportsponsoring der Firma hat übrigens Tradition. So fördert Comarch unter anderem seit 2003 die Erstliga-Fussballmannschaft Cracovia Krakow. Auch das Eishockey-Team Comarch Cracovia PLH kann auf den sportbegeisterten IT-Dienstleister zählen. Eine Art Roman Abramowitsch quasi – en miniature.

Und was passiert, wenn das «Apollo-Projekt» von Zug 94 tatsächlich zündet und in höhere Sphären durchstartet, sprich: möglicherweise sogar ein neues Stadion für die Challenge League braucht? Comarch: «Derzeit gibt es keine Pläne, einen Stadionbau mitzufinanzieren – die Zukunft wird das Weitere zeigen. Das Sponsoring ist auf jeden Fall langfristig und nachhaltig angelegt.»

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