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SPRACHEN: Zuger Schüler können dank mehr Lektionen besser Französisch

Der Zuger Regierungsrat hält am Fremdsprachen-Modell an der Volksschule und an der Anzahl Stunden fest. Gemäss einer Untersuchung können die Zuger Schulkinder besser Englisch und Französisch als ihre Kollegen in anderen Zentralschweizer Kantonen.
Für den Fall, dass es eine Lösung auf Bundesstufe geben müsste, bevorzugt die Luzerner Regierung Englisch ab der 3., Französisch ab der 5. Primarklasse, wie es heute im Kanton Luzern praktiziert wird. (Bild: Dominik Wunderli)

Für den Fall, dass es eine Lösung auf Bundesstufe geben müsste, bevorzugt die Luzerner Regierung Englisch ab der 3., Französisch ab der 5. Primarklasse, wie es heute im Kanton Luzern praktiziert wird. (Bild: Dominik Wunderli)

In den sechs Zentralschweizer Kantonen beginnt der Englisch-Unterricht in der dritten Klasse. Ab der fünften Klasse wird Französisch unterrichtet - ausser in Uri, wo die Schüler erst in der Sekundarschule Französisch lernen. An den Zuger Schulen gibt es mehr Französisch-Lektionen als in den anderen Kantonen. Die Schüler aus dem Kanton Zug schneiden auch erheblich besser ab als jene aus Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz und Uri.

Trotzdem waren auch im Kanton Zug die Leistungen in Französisch am Ende der 8. Klasse «tiefer als erwartet und damit nicht zufriedenstellend», wie die Direktion für Bildung und Kultur in einer Mitteilung vom Freitag schreibt.

In Englisch erreichten die Zuger Schulkinder jedoch die angestrebten Lehrplanziele grossmehrheitlich. Untersucht wurde das Schreiben und Lesen, nicht aber das Sprechen und Hören.

Kein Stress beim Lernen

Der Hauptgrund für die unterschiedlichen Leistungen zwischen den beiden Fremdsprachen dürfte laut Mitteilung in der unterschiedlichen Unterrichtszeit und der geringeren Motivation vieler Schüler für Französisch liegen.

Zwei Drittel der Kinder gaben an, sie empfänden keinen Stress beim Lernen von Französisch und fühlten sich nicht überfordert. Mit dem Englisch-Lernen sind sogar 85 Prozent der Kinder und Jugendlichen nicht überfordert.

Im Kanton Zug wurden auch die Eltern in die Evaluation einbezogen. Der Regierungsrat ist erfreut, dass nicht nur die Schüler, sondern auch die Eltern mit dem Fremdsprachenunterricht insgesamt zufrieden sind.

Die Fremdsprachenkenntnisse wurden zwischen Mai und Juni 2015 in den Zentralschweizer Kantonen getestet. Zudem wurde die Motivation für das Lernen, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die Zufriedenheit mit dem Unterricht ermittelt. Die Umfrage, die von den Bildungsdirektorenkonferenz Zentralschweiz in Auftrag gegeben wurde, umfasste 450 Schüler der 6. Klasse im Kanton Zug. In der 8. Klasse waren es 600. Die Bildungsdirektorenkonferenz berichtete am 18. März bereits über die Zentralschweizer Ergebnisse (wir berichteten »).

Hinweis: Die Studie im Detail »

sda/rem

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