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Hünenberg: IG soll Sprachrohr für Firmen und Eigentümer werden

Wie das Industriegebiet Bösch weiterentwickelt werden könnte, wurde letztes Jahr mit einer Studie aufgezeigt. Nach der Gründung der IG sollen nun auch die Stimmen der ansässigen Firmen und Grundeigentümer einfliessen.
Vanessa Varisco
Im Industriegebiet Bösch in Hünenberg soll die Attraktivität gesteigert werden. Dies will eine IG erreichen. (Bild: Stefan Kaiser (2. April 2019))

Im Industriegebiet Bösch in Hünenberg soll die Attraktivität gesteigert werden. Dies will eine IG erreichen. (Bild: Stefan Kaiser (2. April 2019))

Die Zukunft des Arbeitsgebiets Bösch in die Hand nehmen und mitgestalten: Das hat sich die IG Bösch, deren konstituierende Sitzung letzte Woche stattfand, zum Ziel gemacht. Das Gebiet in Hünenberg umfasst über die Hälfte der vorhandenen Arbeitszonen der Gemeinde und soll in Zukunft weiterentwickelt werden. Denn laut Grundeigentümern und ansässigen Firmen wird die Gegend als durchaus attraktiv gewertet, weist aber noch einige Mängel auf – so fehlt etwa ein klar wahrnehmbares Zentrum.

Letztes Jahr erstellte die Firma Keeas Raumkonzepte Zürich deshalb im Auftrag des Vereins Wirtschaftsregion Zugwest eine Entwicklungsvision. Diese beinhaltete unter anderem einen geschützten Aussenraum sowie ein deutlich erkennbares Zentrum, Begrünung und eine Poststelle. Umgenutzte Schiffscontainer könnten sowohl als Imbiss, Showroom oder Co-Working-Spaces verwendet werden – sie sind denkbar unter dem geplanten Dach im Aussenraum, wo es künftig keinen Durchgangsverkehr mehr geben würde. Diese Entwicklungsvision sei auch Auslöser gewesen für die Idee eine Interessengemeinschaft (IG) zu gründen, erklärt Ilva Gerber von der Keeas AG auf Anfrage. Bis zur Gründung der IG Bösch hatte sie die provisorische Geschäftsstelle übernommen.

IG kann Interessen einfliessen lassen

Denn mit einer IG könnten die Interessen der Firmen als auch der Einwohner der Gemeinde in die Entwicklung einfliessen. Und, «um ein geeignetes Sprachrohr für Verhandlungen mit den Behörden zu bilden», wie es auf der Website des Vereins ausführlicher heisst. Die unterschiedlichen Anliegen sollen in eine Stossrichtung gebündelt werden. Der neunköpfige Vorstand setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: René Kurmann (Wipolero Treuhand AG), Beat Hürlimann (BIXE AG Harley-Davidson), Marco Hofer (Grundeigentümer), Peter Moos (Grundeigentümer), Stephan Bruhin (STB House LLC), Roger Illy (Hans Hürlimann AG), Ivo Jeggli (Jego AG), Eugen Huwiler (Maler Huwiler AG) und Urs Kappeler (International School ISLZ). «Für den Vorstand haben sich schnell viele Interessenten gefunden», erinnert sich Gerber und ergänzt: «Was uns sehr freut. Die Vorstandsmitglieder sind motiviert, sich zu engagieren.»

Auch die erste öffentliche Infoveranstaltung zur beabsichtigten Gründung, an welcher mehr als 70 Grundeigentümer teilnahmen, beweist das rege Interesse an der IG wie auch der künftigen Entwicklung. Die Gründe dafür erklärt sich Gerber damit, dass die Direktbetroffenen gerne teilhaben an der Gestaltung. «Die direkte Umgebung wird optimiert, da möchten die Grundeigentümer mitbestimmen», ist sich Gerber sicher.

Verkehr und Parkieren sind grosse Anliegen

Das grösste Anliegen der IG Bösch ist laut Gerber, das Gebiet gemeinsam attraktiv zu gestalten. «Sicherheit ist ein Thema, welches die IG beschäftigen wird», weiss Gerber. Und dass die Verkehrsanbindung sowie die Parksituation ein Anliegen sei, zeichne sich ab. «In Zukunft wird die bauliche Entwicklung bestimmt ein weiterer Schwerpunkt sein», führt Gerber aus.

Nachdem sich der Vorstand diese Woche das erste Mal getroffen hat, sollen möglichst bald die Möglichkeiten zur Mitgliedschaft im Verein geschaffen werden. «Im Weiteren ist geplant, dass die IG dieses Jahr ihre Schwerpunkte festlegt und die Ziele der Entwicklung fasst», schildert Gerber. Dann könne auch eruiert werden, für welche Bereiche der Gestaltung Arbeitsgruppen nötig sind, sodass jene sich konstituieren können.

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