ST. ANDREAS: Cham muss seine Baupraxis ändern

Am Ufer stockt der Bau von zwei Wohnhäusern. Nachträgliche Projektänderungen wurden zwar bewilligt – aber von der falschen Behörde.

Marco Morosoli
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Einsprecher Alex Briner vom Verein «Mehr Wert Cham» vor einem der beiden Wohnhäuser im Schlosspark St. Andreas. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Einsprecher Alex Briner vom Verein «Mehr Wert Cham» vor einem der beiden Wohnhäuser im Schlosspark St. Andreas. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Auch beim jüngsten Bauprojekt im Schlosspark St. Andreas harzt es. Nachdem 2007 zwei Prestigebauten der Stararchitekten Herzog & De Meuron vom Volk sehr deutlich abgelehnt wurden, wollten die Eigentümer der weitläufigen Parzelle nun immerhin zwei bescheidenere Bauten realisieren.

Doch nun ruht die Arbeit auf der Baustelle teilweise – weil der Regierungsrat aufgrund einer eingegangenen Aufsichtsbeschwerde einen Baustopp verfügt hat. Grund sind nachträgliche Änderungen am Projekt, die nicht ordnungsgemäss bewilligt, sondern von der Chamer Baubehörde durchgewunken wurden.

Für die Bewilligung der Projektanpassungen wäre – mit Ausnahme der Fassadenmaterialisierung – nicht die Abteilung Planung und Hochbau, sondern der Gemeinderat zuständig gewesen. Chams Bauchef Charles Meyer sagt dazu: «Der Einsprecher hat gezeigt, dass unser Verfahren unzulässige Vereinfachungen enthielt.» Das werde man nun ändern.