ST. THOMAS, INWIL: Diese Kirche ist nicht für die Ewigkeit gebaut

Die St. Thomas Kirche soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Das ist nicht nötig, findet ein Inwiler.

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Das Zentrum St. Thomas in Inwil soll durch einen Neubau erstzt werden. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Das Zentrum St. Thomas in Inwil soll durch einen Neubau erstzt werden. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

«Es braucht keine neue St. Thomas-Kirche, sondern Menschen, die sie zu füllen vermögen», schreibt Heinz Haupt in einem Leserbrief (Neue ZZ vom 17. Juni). Damit wendet sich der Inwiler gegen das Vorhaben, den Sakralbau abzureissen und eine neue Kirche zu bauen. Er ruft dazu auf, an der Baarer Kirchgemeindeversammlung am Montag den Kredit von 150'000 Franken für einen Architekturwettbewerb abzulehnen.

Sein Hauptargument: «Das Ende der Lebensdauer der Kirche ist noch lange nicht erreicht.» Zumal sie mehrmals renoviert worden sei. Schwachpunkte, wie die Schallprobleme oder das Fehlen eines Liftes, sind Haupt zwar bewusst. Doch er ist überzeugt, dass diese im Rahmen einer weiteren Sanierung behoben werden könnten. Und zwar günstiger, als vom Kirchenrat geschätzt.

Dieser hatte eine Sanierung für 2,8 Millionen Franken ebenfalls ins Auge gefasst und drei Varianten geprüft:

  • die Sanierung der Kirche mit Bau eines Wohnhauses (total 5 Millionen);
  • die Sanierung mit Ergänzungsbau (5,5 Millionen);
  • ein Neubau der Kirche (5 Millionen).

Als Provisorium erstellt
Der Kirchenrat macht nun die dritte Variante beliebt. Präsident Martin Hotz begründet den Entscheid mit dem schlechten Zustand der Kirche von 1971: «Von den Fastenopferkirchen wie die in Inwil wurden in der Schweiz rund ein Dutzend gebaut. Heute stehen noch zirka drei, alle anderen wurden wegen der schlechten Substanz ersetzt.»

Die Kirche Inwil sei von Anfang an als Provisorium erstellt worden. Jetzt stehe der Ersatz der Heizung an, und die Gebäudehülle müsse saniert und isoliert werden. Zudem fehlten Räume für Senioren und Jugendliche sowie Büros. Auch wolle die Kirchgemeinde eine Wohnung für das Seelsorgeteam einbauen; denn St. Thomas soll als Pastoralstelle innerhalb der Pfarrei St. Martin gestärkt werden.

Monika Wegmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung.