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Stadt Zug will weiterhin für Vereine zahlen

Vereine sollen weiterhin kostenlos an den Litfasssäulen auf Veranstaltungen hinweisen können. Dazu legt der Stadtrat einen Zahlungskredit über jährlich 75000 Franken vor.

Eigentlich ist es fast nur ein Buchhaltungskniff: Bereits bisher bezahlte die Stadt den Aushang der Vereinsplakate an den 19 Litfasssäulen in der Stadt Zug. An diesen konnten die Stadtzuger Vereine kostenlos für ihre Anlässe im Freizeit-, Sport- und Kulturbereich werben. Der Aushang von A3-Vereinsplakaten sowie A4-Kulturplakaten fiel bisher als Minderertrag bei der Stadt Zug an und wurde in der Rechnung nicht transparent ausgewiesen.

Nun werden die Litfasssäulen für Vereinsplakate nach den Grundsätzen der neuen transparenten Rechnungslegung erstmals in einem separaten Vertrag erfasst, der ab 1. Juli in Kraft treten soll. «In Zukunft sollen die Einnahmen aus der Vermietung der kommerziellen Plakatflächen weiterhin beim Departement Sicherheit, Umwelt und Soziales ausgewiesen werden, während die Ausgaben für den Aushang der Vereinsplakate für die Bereiche Kultur, Sport und Stadtentwicklung bei der Stadtentwicklung budgetiert werden sollen», schreibt der Stadtrat in der Vorlage für den Grossen Gemeinderat (GGR) der Stadt Zug. So soll eine möglichst weitgehende Transparenz über die Einnahmen und Ausgaben sichergestellt werden. Der Stadtrat unterbreitet dem Parlament daher den Bericht und Antrag für einen Zahlungskredit zum Aushang der Vereinsplakate für die Jahre 2020 bis 2026. Die Kosten für den Aushang belaufen sich auf jährlich 75000 Franken. Darin enthalten sind laut Stadtrat das wöchentliche Abholen der Plakate bei der Stadtverwaltung und das Aushängen an den 19 Litfasssäulen.

Einzige Werbemöglichkeit für gewisse Vereine

Die Bedeutung dieser Gratisplakatierung sei besonders für kleine Vereine mit knappen Ressourcen nicht zu unterschätzen, heisst es im Bericht weiter. Teilweise seien diese Aushänge die einzigen Ankündigungsmöglichkeiten, die den Vereinen zur Verfügung stehen. «Im Sinne der Vereinsförderung soll die Nutzung der Säulen deshalb auch mit der neuen Regelung gratis bleiben. Unter dem Strich entsteht der Stadt mit der neuen Budgetierung kein Mehraufwand gegenüber vorher.»

Jeder Verein kann ein Plakat pro Säule einreichen

Darüber, welche Stadtzuger Vereine die Dienstleistung der Gratis-Werbung nutzen, wird laut Stadtpräsident Karl Kobelt keine Statistik geführt. Jeder Verein könne jedoch jeweils 19 Plakate einreichen – für jede Säule eines. «In der Regel können wir der Nachfrage recht gut entsprechen und den Vereinen die gewünschte Präsenz ermöglichen.»

Nicht budgetiert sind im vorgelegten Zahlungskredit die Kosten für das laufende Jahr (Juli bis Dezember) über 37500 Franken – dies wegen des Systemwechsels Mitte Jahr. Dafür ist durch den Stadtrat eine Kreditüberschreitung bewilligt worden. (ls)

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