STADT ZUG: «Berater» ergaunert Tausende von Franken

Er gab vor, für mehr Sicherheit sorgen zu wollen. Und erleichterte eine ältere Frau in Zug mit diesem Trick um mehrere tausend Franken.

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(Symbolbild Alexandra Wey/Neue LZ)

(Symbolbild Alexandra Wey/Neue LZ)

Am Dienstagmittag, 15. Dezember, klingelte ein unbekannter Mann im Zuger Rosenbergquartier an der Wohnungstüre einer 85-jährigen Frau. Wie die Zuger Strafverfolgungsbehörden mitteilen, gab er an, er müsse im Auftrag der Stadt Zug eine Sicherheitskontrolle durchführen. Immerhin, so der Unbekannte, seien gerade ältere Leute immer wieder Opfer von Betrügern und Dieben.

Laut Mitteilung war «an Dreistigkeit nicht zu überbieten», dass er sich gar mit einem unbekannten Ausweis auswies. Der Mann verlangte nach den Bankkarten seines Opfers und unterzog diese einer «Sicherheits-überprüfung». Er erklärte, die Karten würden nicht mehr den neusten Sicherheitsstandards genügen und müssten ausgetauscht werden. Dazu benötige er die Sicherheitscodes, welche ihm die Frau schliesslich auch verriet.

Mit dem Versprechen, die Karten wenig später zurückzubringen, verliess der Unbekannte die Wohnung. Wie sich später herausstellte, bezog der Mann wenige Minuten danach bei einer Bank mehrere tausend Franken. Die Karten brachte er freilich nicht zurück.

Mann zwischen 40 und 50 Jahren
Kurz vor dem beschriebenen Vorfall sprach der Unbekannte im selben Quartier bereits einen 86-jährigen Mann an. Mit derselben Masche erkundigte er sich nach Tresoren im Haus. Dem Anwohner kam die Sache verdächtig vor und er verwies den ungebetenen Gast aus der Wohnung.

Der gesuchte Betrüger ist 40 bis 50 Jahre alt, etwa 165 Zentimeter gross, von mittlerer Statur. Er hat eine weisse Hautfarbe, ein ovales Gesicht, glatte kurze schwarze Haare, war rasiert und trug eine schwarze Windjacke sowie schwarze Schuhe. Der Mann sprach Schweizerdeutsch mit einem Zuger Dialekt.

Verdächtige Beobachtungen sofort melden
Die Zuger Polizei warnt dringend vor allzu «hilfsbereiten» Personen. Man solle besondere Vorsicht walten lassen, wenn sich Unbekannte für die finanziellen Verhältnisse interessieren oder wenn sie im Zusammenhang mit Geldbezügen, Wechselgeschäften oder Bankkarten Hilfe anbieten würden. Verdächtige Beobachtungen sollen umgehend der Polizei unter der Notrufnummer 117 gemeldet werden.

ana