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STADT ZUG: Betreibungsamt zieht in neues Gebäude

Das Betreibungsamt zieht früher als geplant in das ehemalige Landis&Gyr-Gebäude beim Bahnhof. Das ist für die Stadt Zug auch finanziell attraktiv.
Das ehemalige Landis&Gyr-Gebäude beim Bahnhof Zug ist als zukünftiger Verwaltungssitz umstritten. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Das ehemalige Landis&Gyr-Gebäude beim Bahnhof Zug ist als zukünftiger Verwaltungssitz umstritten. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Stadt Zug führt die gesamte Verwaltung, die derzeit auf sieben Häusern in der Altstadt verteilt ist, an einem einzigen Standort zusammen. Das Stimmvolk hat dafür im Sommer 2012 dem Kauf des ehemaligen Landis&Gyr-Gebäudes beim Bahnhof zugestimmt. Der Umzug ist auf Winter 2019 vorgesehen, bis zu diesem Zeitpunkt ist die Firma Siemens eingemietet.

Das Betreibungsamt mit seinen zehn Mitarbeitern wird nun schon im Oktober 2014 in das neue Verwaltungsgebäude ziehen, wie die Stadt Zug mitteilt. Karl Kobelt, Vorsteher Finanzdepartement, zu den Gründen: «Wir machen aus der Not eine Tugend. Der Mietvertrag des Betreibungsamtes am Fischmarkt läuft demnächst aus, ohne Option auf Verlängerung, infolge Eigenbedarfs durch den neuen Eigentümer. Da im ehemaligen Landis&Gyr-Gebäude durch den Auszug der Bildungseinrichtung Bildxzug eine Fläche in idealer Grösse frei wird, kann das Betreibungsamt bereits jetzt dorthin zügeln.» Die Stadt spart damit Mietkosten von jährlich rund 30'000 Franken. Ausserdem beteiligt sich die Fischmarkt-Eigentümerschaft mit 60'000 Franken an die Umtriebe.

Für das Betreibungsamt sind Sicherheitseinrichtungen wie kugelsichere Verglasungen, gesicherte Türzutritte und spezielle Informatikeinrichtungen auch am neuen Standort unerlässlich. Die einmalige Investition beträgt maximal 525`000 Franken.

Der Stadtrat hat sich auch mit der Frage befasst, ob es politisch opportun sei, diesen Entscheid zu fällen im Wissen, dass derzeit Unterschriften für eine Doppelinitiative gegen den Umzug gesammelt werden. Er ist zur Ansicht gelangt, dass das Volk die Zentralisierung der Verwaltung und den Kauf des Gebäudes mit der Volksabstimmung vom September 2012 legitimiert. Der Umzug des Betreibungsamtes bedeute aber nicht, dass die Stadtverwaltung nun tröpfchenweise ins ehemalige Landis&Gyr-Gebäude ziehe. Dies wäre wegen des Vertrags mit Siemens auch gar nicht möglich.

Stadt Zug nimmt 8 Millionen ein

Bis 2019 wird die gesamte Stadtverwaltung im ehemaligen Landis&Gyr-Gebäude zusammengeführt. Mit dem Umzug der gesamten Verwaltung spart die Stadt zudem langfristig Geld, da nur noch ein Gebäude statt wie heute sieben Liegenschaften unterhalten werden müssen. Bis zum Einzug in voraussichtlich fünf Jahren erwirtschaftet die Stadt durch die Vermietung des Gebäudes an Dritte einen Netto-Ertrag von 1,4 Millionen Franken pro Jahr. Das ehemalige Landis&Gyr-Gebäude wirft also bis zum Einzug der Stadtverwaltung einen Ertrag von über 8 Millionen Franken ab – zu Gunsten der Stadtkasse.

pd/rem

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