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STADT ZUG: Crypto Valley Labs eröffnet Büros

Seit Dienstag gibt es neue Büroräume für Blockchain-Firmen gleich beim Bahnhof. Die Plätze seien begehrt, so die Verantwortlichen. Ihnen schwebt deshalb bereits ein «Crypto Tower» vor.
Ein Blick in die neu eröffneten Büros der Crypto Valley Labs auf dem LG-Areal in Zug. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 20. Februar 2018))

Ein Blick in die neu eröffneten Büros der Crypto Valley Labs auf dem LG-Areal in Zug. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 20. Februar 2018))

Schon länger wurde darüber geschrieben und spekuliert, nun ist es so weit: Die von der Zuger Investorengruppe Lakeside Partners gegründeten Crypto Valley Labs eröffnen auf dem LG-Areal neben dem Bahnhof ihre neuen Büros. Genauer gesagt handelt es sich um einen zentralen Standort für Unternehmen und Start-ups im Bereich der Blockchain-Technologie. Eingerichtet hat man sich in einem Gebäude der Alfred Müller AG.

Die Nachfrage nach den verfügbaren Büroflächen sei «enorm», sagt Ralf Glabischnig, Gründer von Lakeside Partners. «Nur ganz wenige Arbeitsplätze sind noch frei.» Die mittlerweile über 70 Blockchain-Firmen auf dem Platz Zug benötigten «sowohl einen einfachen Zugang zu geeigneten Geschäfts- und Wohnflächen als auch zu professionellen und vertrauenswürdigen Dienstleistungen», sagt Mathias Ruch, Mitgründer und Vorsitzender der Crypto Valley Labs und Managing Partner von Lakeside Partners.

Jeden Monat ein Treffen mit der ETH

Mit diesen Dienstleistungen ist etwa die Beratung in Rechts- und Steuerfragen oder auch im Bereich von PR und Kommunikation gemeint. Dazu finden sich ab sofort auf zwei Stockwerken Co-Working-Arbeitsplätze und Einzelbüros sowie ein «Crypto Café», für das die Familie Finelli, die in Zug das Restaurant Widder betreibt, zuständig ist. Im Sommer werden zwei weitere Etagen hinzukommen, nachdem die Pharmafirma Biogen ihren neuen Sitz im Geschäftshaus Quadrolith in Baar bezogen haben wird. Und man sei auch daran, den fünften Stock hinzuzufügen, so Glabischnig. Das wären dann total 1500 Quadratmeter Fläche. Auf den bereits gesicherten vier Stockwerken werden laut den Investoren rund 200 Personen Platz finden, etwa 20 Blockchain-Start-ups werden es sein.

Aber nicht nur sie, sondern auch Crypto-Fonds, Hochschulinstitutionen und die Crypto Valley Association sollen am neuen Standort einziehen. Darunter bekannte Namen wie Melonport, Etherisc, Cardano, Cofound.it und Bitmain. Auch mehrere Dienstleistungspartner, die die Start-ups unterstützen, werden im Haus tätig sein, etwa Anwaltskanzleien oder Treuhandbüros. Um den Standort zu eröffnen, haben die Initianten rund 1 Million Franken in die Hand genommen. Die jährlichen laufenden Kosten bewegen sich in ähnlicher Höhe. Finanziert werden soll das Ganze einerseits durch die Vermietung der Arbeitsplätze, wobei Start-ups im ersten Jahr keine Miete bezahlen. Weiter sollen Grossfirmen an Bord geholt werden. Mit von der Partie ist bereits die ETH Zürich: Einmal im Monat treffen Blockchain-Experten der ETH auf Vertreter von Start-ups. Gestern fand das erste sogenannte Meet-up statt.

Die Crypto Valley Labs werden aber in dieser Form nur noch bis 2023 bestehen. Denn dann wird das Gebäude abgerissen. Man sei bereits in Gesprächen mit der Alfred Müller AG und auch der Stadt, sagt Ralf Glabischnig. Es sei möglich, dass auf dem Areal der «Crypto Tower» entstehe. Ausserdem könnte ein weiteres Gebäude in Zug schon in Kürze folgen.

Livio Brandenberg

livio.brandenberg@zugerzeitung.ch

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