STADT ZUG: Das digitale Angebot wird erweitert

Bei der Stadt- und Kantonsbibliothek gibt es neu einen Zugang über die Onlineplattform Over Drive. Damit können unter anderem mehr englischsprachige Medien genutzt werden.

Christopher.gilb@zugerzeitung.ch
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Die Bibliothek Zug passt ihr Angebot in verschiedenen Bereichen an. (Bild: Bibliothek Zug)

Die Bibliothek Zug passt ihr Angebot in verschiedenen Bereichen an. (Bild: Bibliothek Zug)

Seit 2008 setzt die Bibliothek Zug auf die Digitalisierung. Seit damals bietet sie einen Zugang zur digitalen Bibliothek Zentralschweiz an, über die sich Bibliotheksmitglieder mit Büchern, Filmen oder Hörbüchern praktisch über den Computer oder das Handy versorgen können.

Doch für die englischsprachigen Kunden oder Menschen mit einer Affinität für Medien in englischer Sprache habe sich das digitale Angebot bisher in Grenzen gehalten, sagt die stellvertretende Bibliotheksleiterin Barbara Kostezer. «Über unser jährliches Medienbudget haben wir uns deshalb in die Plattform Over Drive eingekauft.» Auf dieser stehen den Nutzern eine grosse Auswahl von englischsprachigen E-Books und Hörbüchern zur Auswahl. Durch einen Klick auf die Rubrik Sammlungen und dann auf die Unterrubrik digitale Bibliothek auf der Homepage der Zuger Bibliothek gelangen die Nutzer zur Auswahl der verschiedenen digitalen Angebote und können sich dann zu Over Drive weiterleiten lassen. «Im international geprägten Kanton Zug ist dies ein sehr gefragtes Angebot», sagt Kostezer.

Aber auch ein anderes Angebot ist weiterhin sehr gefragt, und dieses hat auch viel mit den digitalen Medien zu tun, jedoch eher indirekt. «Als wir angefangen haben, unseren Besuchern ein digitales Angebot zur Verfügung zu stellen, haben wir festgestellt, dass dieses einen neuen Servicebedarf generiert. Denn viele Leute haben Fragen rund um die Nutzung ihres E-Reader.» Da die Fragen sehr individuell seien, hätte die Bibliothek damals entschieden, eine Art Sprechstunde einzurichten. «Diese kann ohne Anmeldung jeweils am Mittwochmittag besucht werden, oder man erkundigt sich mit zwei bis drei Terminvorschlägen per Mail für eine individuelle Sprechstunde», sagt Kostezer. Öfters höre sie, dass Käufer eines E-Reader, wenn sie im Verkaufsgeschäft Fragen zur Nutzung hätten, auf das Angebot der Bibliothek hingewiesen würden. Dieses Angebot werde quer durch alle Altersklassen genutzt. «Die Realität ist nun mal, dass immer mehr Menschen gerne elektronisch lesen, dieser Nachfrage müssen wir entsprechen», sagt sie.

Hörbücher können offline gehört werden

Fürs nächste Jahr ist ebenfalls eine Veränderung geplant. Jedoch soll das Angebot nicht um einen neuen Service ergänzt, sondern ein bestehender Service verbessert werden. «Aktuell können die Hörbücher auf unserer digitalen Bibliothek lediglich als ­Stream abgerufen werden, die Nutzer sind also darauf angewiesen, eine Internetverbindung zu haben, wenn sie sich das Buch anhören wollen», sagt Kostezer. Dies sei etwa für Menschen, die sich das Hörbuch beim Joggen anhören wollten, ein Nachteil. «Wir werden im Laufe des nächsten Jahres das System insofern anpassen, dass die Hörbücher zwar online bezogen werden, aber auch offline gehört werden können.»

Christopher Gilb

christopher.gilb@zugerzeitung.ch