Stadt Zug
Der TCS zieht das Gerichtsurteil bezüglich Tempo 30 um den Kolinplatz nicht weiter

Der Verkehrsverband kritisiert den Entscheid des Zuger Verwaltungsgerichts zwar, nimmt ihn aber hin. Offen bleibt, was die weiteren Gegner der Geschwindigkeitsdrosselung tun werden.

Raphael Biermayr
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Auch auf diesem Abschnitt der Ägeristrasse soll langsamer gefahren werden.

Auch auf diesem Abschnitt der Ägeristrasse soll langsamer gefahren werden.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 12. Dezember 2020)

Von zwei Parteien, die sich gegen die vom Kanton geplante Einführung von Tempo 30 auf den drei Strassen um den Kolinplatz gewehrt hatten, ist noch eine übrig geblieben. Denn die Zuger TCS-Sektion wird das kürzlich veröffentlichte Urteil des Verwaltungsgerichts nicht weiterziehen, wie ihr Präsident Thomas Ulrich auf Anfrage mitteilt.

Er kritisiert zwar den Richterspruch, der sich vor allem auf ein Gutachten, das nach einer probeweisen Einführung von Tempo 30 auf der Grabenstrasse angefertigt wurde, stützt: «Nach unserem Dafürhalten hat das Verwaltungsgericht das Gutachten nicht genügend hinterfragt, obwohl dieses nicht alle Aspekte berücksichtigt.» Weil aber das Bundesgericht «in den letzten Jahren quasi durchgehend» die Einführung von Tempo 30 gestützt habe, verzichte der TCS auf den Gang an das Bundesgericht.

Thomas Ulrich leitet aus diesem Urteil «erhebliche Konsequenzen» für den ganzen Kanton Zug ab: Die Einführung von Tempo-30-Strecken auf der Hälfte der heutigen Strassen im Innerortsbereich.

Abwarten bei den Gewerblern

Die damit letzte verbliebene Gegenpartei ist eine Gruppe von 16 ansässigen Gewerblern. Deren Anwalt Leo Granziol sagt auf Anfrage, dass man zu einem späteren Zeitpunkt über den Weiterzug entscheiden würde. Die Einsprachefrist läuft am 10. Januar ab.