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STADT ZUG: Die Ersten liebäugeln mit einem Hochhaus

Die Zustimmung zum Hochhausreglement kommt bei diversen Grundeigentümern gut an. Im Gebiet des Einkaufszentrums Metalli könnte in den nächsten Jahren bereits ein neuer Turm entstehen.
Samantha Taylor
Im Bereich des Zuger Metalli soll in den nächsten Jahren verdichtet werden. (Bild: Werner Schelbert (21. November 2017))

Im Bereich des Zuger Metalli soll in den nächsten Jahren verdichtet werden. (Bild: Werner Schelbert (21. November 2017))

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

Die Zugerinnen und Zuger haben mit ihrem Ja vom vergangenen Sonntag festgelegt, wo in der Stadt künftig Hochhäuser gebaut werden und wie hoch diese sein dürfen (Ausgabe vom Montag). Der Entscheid der Bevölkerung kommt bei diversen Grundstückeigentümern und Investoren gut an, wie eine Umfrage zeigt (siehe Box). Gross ist die Freude vor allem bei all jenen, die in der Hochhauszone I liegen – also in jener Zone, in der die Hochhäuser maximal 60 Meter und in Ausnahmefällen sogar 80 Meter hoch sein dürfen. Diese Zone erstreckt sich unter anderem über Teile der Baarerstrasse sowie des Siemensareals.

Während einige Grundstückeigentümer vom Reglement noch nicht Gebrauch machen werden, lassen andere dies bereits in ihre Planungen einfliessen. «Wir begrüssen es sehr, dass es jetzt klare Spielregeln gibt», sagt Tobias Achermann, CEO der Zug Estates AG. Das Unternehmen ist Eigentümerin von rund 60'000 Qua­dratmetern Land; unter anderem gehören ihr das Metalligrundstück, die Liegenschaft mit dem Parkhotel und das Gebiet rund um den City Garden. «Das Hochhausreglement wird in unsere Masterplanung einfliessen», erklärt Achermann.

Ein «attraktives Mittel» für Verdichtung

Die Zug Estates hat im Geviert Metalli, wie sie das Gebiet zwischen dem Metalli-Zentrum und dem Citygarden nennt, in den nächsten Jahren Grosses vor. Man wolle das Gebiet neu denken und neu gestalten, so Achermann. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 300 bis 400 Millionen Franken. Seit einigen Wochen sind vier interdisziplinäre Planungsteams daran, einen ­sogenannten Masterplan für ­ das Gebiet zu entwickeln. «Das Hochhausreglement und die Vorgaben daraus werden nun in ihr Pflichtenheft fliessen», erklärt Achermann. Denkbar ist in diesem Masterplan alles – von Abriss und Neubau bis hin zu lediglich kleineren Veränderungen und Aufstockungen. «Wir haben den Planern nur wenig Vorgaben gemacht. Wir wollen die Planung ganz offen angehen», sagt Achermann. Fest stehe bisher einzig, dass der Nutzungsmix aus Gewerbe, Büros, Wohnungen und wohl auch einem Hotel ähnlich bleiben soll.

Grundsätzlich will die Zug ­Estates in diesem Gebiet verdichten. Ein Teil des Bereichs wurde vom Kantonsrat einer Verdichtungszone zugeteilt, in der eine Ausnützung von 3,5 möglich ist. Zum Vergleich: Die heutige Ausnützungsziffer beträgt im Metalli selbst 2,1. Im Rahmen dieser Verdichtung sind auch Hochhäuser ein Thema. Man habe zwar noch nichts Definitives entschieden, so Achermann. Aber: «Hochhäuser sind ein attraktives Mittel für Verdichtung, und wer unsere Projekte kennt, etwa die Rotkreuzer Suurstoffi, weiss, dass wir gerne in die Höhe bauen.» Die Zug ­Estates realisiert dort derzeit ein 60-Meter-Hochhaus. Ob man diese Höhe auch in der Stadt Zug anpeilt oder dort sogar bis auf 80 Meter will, dazu kann Achermann noch nichts sagen.

Nächstes Jahr wird das Siegerprojekt gekürt

Im ersten Quartal des nächsten Jahres will die Zug Estates das Siegerprojekt der Planer küren. Bestimmt wird dies durch eine Jury, in der auch die Stadt Zug und die kantonale Denkmalpflege vertreten sind. «Danach wird sich zeigen, wie wir weiter verfahren», sagt Achermann. Das Ziel sei es, nach dem Abschluss des Projekts Suurstoffi im Jahr 2020 die Planung im Zentrum der Stadt Zug voranzutreiben und das neue Projekt dort zu realisieren.

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