STADT ZUG: Ein Fahrerwechsel im falschen Moment

Ein Mann hat in Zug sein Auto einer angetrunkenen Kollegin überlassen. Als er merkte, wie es um ihren Fahrstil steht, wollte er wieder ans Steuer. Doch die Polizei hatte etwas dagegen.

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(Symbolbild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

(Symbolbild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

In der Nacht auf Donnerstag, 10. Juni, gegen 2.30 Uhr, haben zwei Polizisten beobachtet, wie eine Autofahrerin Mühe hatte, aus einem Parkfeld beim Zuger Regierungsgebäude zu fahren. Laut einer Mitteilung der Zuger Strafverfolgungsbehörden blieb das Auto wenig später auf der Bahnhofstrasse mit abgewürgtem Motor gleich ganz stehen.

Daraufhin wollte die Fahrerin mit ihrem Beifahrer den Platz am Steuer tauschen. Doch bevor die Fahrt weiterging, kontrollierte die Zuger Polizeipatrouille die beiden.

Lange Suche nach Fahrausweis
Während die Atemalkoholprobe dem 33-jährigen Deutschen einen nüchternen Zustand bescheinigte, fiel der Test bei seiner Kollegin, einer 24-jährigen Landsfrau, mit über 0,8 Promille positiv aus. «Meinen Führerausweis habe ich zu Hause liegen lassen», erklärte sie laut Mitteilung den Polizisten.

Auf dem Weg zur Blutentnahme im Spital stoppte die Polizei am Baarer Wohnort der 24-Jährigen, um den Fahrausweis zu holen. Nachdem auch die letzte Handtasche durchsucht war, gab die Beschuldigte schliesslich zu, gar keine Fahrberechtigung zu besitzen.

Mehrere hundert Franken Busse
Beide Fahrzeuginsassen wurden bei der Staatsanwaltschaft Zug angezeigt. Der 24-Jährigen wurde zusätzlich ein unbefristetes Fahrverbot für die Schweiz erteilt. Ihr Kollege musste wegen des Überlassens des Fahrzeuges an die angetrunkene sowie nicht fahrberechtigte Kollegin ein Bussendepositum von mehreren hundert Franken bezahlen.

ana