Stadt Zug
Elternbefragung bestätigt: Hoher Bedarf an schulergänzender Betreuung

Vom 10. September bis 2. Oktober hat das Bildungsdepartement der Stadt Zug eine Elternbefragung durchgeführt. Fazit: Die die schulergänzende Betreuung in Zukunft noch wichtiger.

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2'500 Eltern und Erziehungsberechtigte wurden direkt eingeladen, an der Elternumfrage des Bildungsdepartements der Stadt Zug teilzunehmen. Die Rücklaufquote betrug laut Medienmitteilung 24 Prozent bzw. 599 Teilnehmende. Gefragt wurde beispielsweise, wie oft die Kinder bereits heute Angebote der schulergänzenden Betreuung (SEB) nutzen und ob sie diese bei genügend vorhandenen Plätze vermehrt in Anspruch nehmen würden.

Die Befragung ergab, dass die Mehrheit der Teilnehmenden diese Angebote aktuell nutzen bzw. in Zukunft nutzen würden. Die Nachfrage nach Angebotsplätzen bleibt weiterhin sehr hoch. So würden 36 Prozent der Teilnehmenden ihre Kinder bei genügend vorhandenen Plätzen öfter als aktuell für den «Ferien-Zug» anmelden, heisst es in der Mitteilung der Stadt Zug weiter. 44 Prozent würden ihre Kinder öfter für die Nachmittagsbetreuung und 45 Prozent öfter für den Mittagstisch anmelden. Am höchsten ist der Nachfrageüberhang in den Schulkreisen Herti/Letzi sowie im Zentrum.

Morgenbetreuung ist gefragt

Mit der Umfrage klärte das Bildungsdepartement auch das Bedürfnis für eine Morgenbetreuung. Im Kindergartenalter liegt ein solches bei 30 bis 37 Prozent, im Primarschulalter bei 32 bis 41 Prozent. Auf beiden Stufen würde ein Modul von 7.30 bis 8 Uhr bevorzugt. Die Teilnehmenden konnten zudem angeben, welches die wichtigsten Kriterien für eine Morgenbetreuung sein sollten. Die Eltern wünschen sich, ihre Kinder verbindlich anmelden zu können, dass eine Anwesenheitskontrolle stattfindet, eine kurzfristige Abmeldung möglich bleibt und dass die Kinder frei spielen können.

Neue Kommunikationsmöglichkeit dank Elternportal

Die Umfrageteilnehmenden konnten sich auch dazu äussern, ob sie eine digitale Kommunikationslösung (App, Portal) zur Interaktion mit der Schule bzw. der schulergänzenden Betreuung nutzen würden. 90 Prozent der Teilnehmenden würden dies tun. Begrüsst würden digitale Prozesse für das An-/Abmeldeprozedere, aber auch für eine generelle Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule. Dabei müssten u. a. folgende Kriterien erfüllt sein: Gewährleistung des Datenschutzes, einfache Registrierung und Handhabung sowie direkte Benachrichtigung und Interaktion mit der jeweiligen Lehr- oder Betreuungsperson.

Anliegen werden aufgenommen

Das Bildungsdepartement der Stadt Zug entwickelt zurzeit im Rahmen des Projekts «LebenLernenZug» die Modulare Tagesschule weiter. Die künftige Modulare Tagesschule sieht dabei eine noch engere Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Abteilungen des Bildungsdepartements vor. Sie soll zudem vermehrt bedarfsgerecht angeboten werden und erwerbskompatibel sein. Die Umfrageergebnisse bestätigen die vom Bildungsdepartement festgestellten Defizite bei der heutigen Ausgestaltung der Modularen Tagesschule. Den Anliegen soll im Rahmen der Weiterentwicklung Rechnung getragen werden. Unter anderem werden bereits ab dem zweiten Semester des Schuljahres 2021/22 weitere Betreuungsplätze angeboten. Im Rahmen eines Teilprojekts wird zurzeit ein Elternportal geprüft. Dieses soll ebenfalls im zweiten Semester im Rahmen eines Pilotprojekts getestet werden. Schulpräsidentin Vroni Straub-Müller wird in der Mitteilung dazu zitiert: «Mit der Weiterentwicklung der Modularen Tagesschule streben wir einen Kulturwandel an. Die Eltern können sich darauf verlassen, dass ihr Kind ganzheitlich betreut wird. Wartelisten können abgebaut werden und die Kommunikation wird einfacher». (haz)

Verteilung der Teilnehmenden

Die 599 Umfrageteilnehmenden verteilen sich wie folgt auf die Schulstufen:

  • Eltern/Erziehungsberechtigte von Kindern im Vorschulalter: 224
  • Eltern/Erziehungsberechtigte von Kindern im Kindergartenalter: 245
  • Eltern/Erziehungsberechtigte von Kindern im Primarschulalter: 303
  • Eltern/Erziehungsberechtigte von Kindern im Oberstufenalter: 51
  • Andere: 32

Hinweis: Die detaillierten Umfrageergebnisse können hier eingesehen werden.

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