STADT ZUG: FDP will mehr Ladestationen für Elektroautos

Die Freisinnigen haben beim Stadtrat eine Interpellation zur Elektromobilität eingereicht. Sie sind der Meinung, dass die Stadt in diesem Bereich «hinterherhinkt».

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Ein Elektroauto wird aufgeladen. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Ein Elektroauto wird aufgeladen. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Wo können in der Stadt Zug Elektroautos aufgeladen werden – heute und in Zukunft? Dies will die FDP-Fraktion des Grossen Gemeinderates vom Stadtrat wissen. Sie hat dazu eine Interpellation eingereicht. Die Elektromobilität nehme zu, auch im Kanton Zug, halten die Freisinnigen da­rin fest. Auf städtischem Grund befänden sich derzeit zwei öffentliche Ladestationen, eine an der Zugerbergstrasse und eine beim Bundesplatz. «Jedoch sucht man in der Energiestadt Zug sowohl in den Parkhäusern für Elektroautos und Plug-in-Hybride wie auch oberirdisch für Elektrovelos und Elektroroller vergebens nach öffentlichen Ladestationen», kritisiert die FDP. Ein Blick über die Gemeindegrenze in das Einkaufszentrum Zugerland in Steinhausen genüge, um zu erkennen, dass die Stadt Zug bezüglich öffentlicher Ladestationen hinterherhinke. Dort sind gemäss der FDP vier solche Stationen für Elektroautos und acht für Velos vorhanden.

In der Stadt Zug würden solche Angebote jedoch fehlen. Dies, obwohl die Stadt mit den Parkhäusern Neustadtplatz, Alt­stadt-Casino, Frauensteinmatt und Arena vier grosse Häuser betreibe. Mit dem Neubau des Parkhauses am Postplatz komme ein weiteres hinzu. «Der Grossteil dieser Parkhäuser wurde erst in den letzten Jahren erstellt oder umgebaut. Und auch oberirdisch verfügt die Stadt über diverse öffentliche Parkmöglichkeiten», hält die FDP fest.

«Steigert die Attraktivität»

Die Interpellanten fragen bei der Stadt zuerst nach den gemachten Erfahrungen mit den vorhandenen Ladestationen in der Stadt Zug, aber auch in den umliegenden Gemeinden. Zudem wollen sie wissen, welche Finanzierungsformen es für solche Stationen derzeit gibt und welche Form die Stadt Zug verfolgt. Die FDP ist zudem überzeugt, so schreibt sie in ihrem Vorstoss, dass eine grössere Verfügbarkeit von Ladestationen die Attraktivität der Stadt Zug und des Gewerbes steigern würde. «Beispielsweise wenn das Fahrzeug etwa während des Einkaufs oder des Konzertbesuchs aufgeladen werden könnte.» Darum scheinen die Interpellanten daran interessiert, dass mehr solche Stationen verfügbar sind. «Strebt die Stadt Zug in naher Zukunft an, das Netz an Ladestationen unter- und oberirdisch zu erweitern?», fragt die FDP ganz konkret. Zudem will sie weiter wissen, ob bei Neubau-, Renovations- und Umbauarbeiten der verschiedenen Parkhäuser bereits Parkplätze für Elektroautos und Plug-in-Hybride vorgesehen und die nötigen Installationen vorbereitet seien. Und schliesslich fragen sie, ob der Stadtrat in diesem Bereich bereits Gespräche mit privaten Anbietern und Betreibern führe.

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch