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STADT ZUG: Gut verdienen und trotzdem vergünstigt wohnen

Ein Jahreseinkommen von höchstens 210'000 Franken und Vermögen von einer halben Million Franken: Wer diese Werte nicht überschreitet, hat Chancen, Mieter einer vergünstigten Wohnung in der Stadt Zug werden. Ein SVP-Gemeindeparlamentarier stellt jetzt kritische Fragen.
Die Stadt Zug hat den Dauerauftrag, den günstigen Wohnungsbau zu fördern. Das haben die Stimmbürger 2012 so entschieden. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Stadt Zug hat den Dauerauftrag, den günstigen Wohnungsbau zu fördern. Das haben die Stimmbürger 2012 so entschieden. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Für 288 Wohnungen im Eigentum der Stadt Zug werden zur Förderung von günstigem Wohnraum verbilligt vermietet. Nun kritisiert Beat Bühlmann, SVP-Mitglied des Grossen Gemeinderats der Stadt Zug (GGR), die Kriterien der Vergabe: Wer vergünstigt wohnen will, darf netto nicht mehr verdienen als das sechsfache des Wohnungsmietzinses. Dieser Einkommens-Höchstbeitrag sei viel zu hoch, findet der Parlamentarier in einer Interpellation.

Er rechnet anhand einer Wohnungsmiete von monatlich 2000 Franken aus, dass Personen in den Genuss städtischer Förderung kommt, die über ein Nettoeinkommen von 144'000 Franken verfügen. Das sei bei einer Familie mit einem Kind gleichbedeutend mit einem Bruttolohn von rund 210'000 Franken, den alle Personen im selben Haushalt erwirtschaften dürften. Zudem dürfen Mieter über eine Vermögen von einer halben Million Franken verfügen.

Gemäss Beat Bühlmanns Recherchen sind die Obergrenzen für vergünstigtes Wohnen im Vergleich mit anderen Gemeinden und Städten «deutlich bis sehr deutlich» höher. Er stellt auch eine Differenz zu den Richtlinien des Kantons Zug für Mietzinsvergünstigung fest, die deutlich tiefer lägen.

Nach seiner Interpellation wird der Stadtrat unter anderem die Frage beantworten müssen, ob der Stadtrat die Obergrenze nicht unten anpassen und auf einen Level bringen wolle, der ähnlich sei wie in Zürich.

Bühlmann kritisiert zudem die Kontrollmechanismen, die es im Extremfall erlauben würden, dass jemand bis zu sechs Jahre vergünstigt wohnen könne, auch wenn er über mehr Mittel verfügt als erlaubt. Er erinnert dabei an den Berner Mietskandal: In Bern hatte sich vor zwei Jahren gezeigt, dass jeder zweite Mieter zu Unrecht eine vergünstigte städtische Wohnung hat.

cv

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