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STADT ZUG: Heisse Rhythmen gegen die Kälte

Die Zuger Chesslete wurde von Guggen dominiert. Trotz der Ferien kamen viele Kinder zum Zuschauen. Die Musik dominierte den Fasnachtsumzug in Zug. Doch da war auch noch ein kleiner, gefrässiger Kater.
Die Kinder aus Arth mit dem Motto «Garfield». (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Die Kinder aus Arth mit dem Motto «Garfield». (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Gugus aus Zug, Villettechlöpfer aus Cham, Cocorico aus Hünenberg, Chyybääderli Guggä aus Altdorf, Las Moränos aus Neuheim - In der Innenstadt von Zug ists laut. Denn da die Schulferien bereits begonnen haben, gibts am Fasnachtsumzug am Schmutzigen Donnerstag, organisiert von der Vereinigung Zuger Chesslete, (fast) nur Guggenmusiken zu sehen und zu hören.

Doch das tut der guten Stimmung keinen Abbruch. Die vielen kleinen Prinzessinnen, Räuber, Frösche, Könige, Hexen und Maienkäfer, die am Strassenrand stehen, bewerfen die Mitglieder der Guggen fleissig mit Konfetti und hüpfen auf und ab. Ebenfalls im Publikum sind Amandine Dougoud und Tanja Muff. Die Schülerinnen haben sich in einen Hauseingang gestellt, wos ein bisschen windgeschützt ist und verfolgen von dort die 18 Umzugsnummern, wobei 18 darauf kommen wir noch.

Garfields Köpfe
«Da!» Bereits bei der ersten Gugge, Figorowa, erkennen die zwei 19-Jährigen einen Kollegen, sofort werden Neuigkeiten ausgetauscht und gelacht. «Ich könnte mir auch vorstellen, in einer Guggenmusik zu spielen», sagt Tanja. Dann spaziert bereits die nächste Gruppe vorbei.

«Mega cool, schau mal die Schnäuzer.» «Ja schön, die sind sicher schwer.» Gemeint sind die überdimensional gestalteten Garfield-Köpfe, die die Schüler der 4. Klasse aus Arth – die einzigen Schüler, die mitmachen – zur Schau tragen. Nicht zu übersehen sind die vielen Ebenbilder des kleinen, gefrässigen, orangen Katers.

Durch diese Nummer werden bei Amandine und Tanja Erinnerungen geweckt – an ihre Primarschulzeit, als sie auch noch am Zuger Umzug mitgemacht haben. «Als Früchte und einmal als schwarze und rosa Panther waren wir verkleidet», sagt Amandine lachend und blickt bereits der nächsten Gugge entgegen: Descampados.
Wieder haben die Schülerinnen unter den Musikern einen Kollegen entdeckt. «Fasnachtswagen finde ich super, wenn sie schön gestaltet sind», sagt Tanja und deutet auf jenen der Bänkli-Clique aus Oberrohrdorf. «Es macht jedoch mehr Spass, wenn die Gugger auf der Strasse gehen, als wenn sie auf einem Wagen stehen.»

Nackte Beine
Der beste Beweis dafür liefern gleich Cocorico aus Hünenberg. Die vier Paukenschläger tanzen auf der Strasse, nach dem Stück applaudiert das Publikum – das einzige Mal an diesem Nachmittag. «Sie haben halt die Zuschauer mitreissen können», sagt Amandine, die bereits am morgen früh an der Chesslete die Fasnacht eingeläutet hat. Eine Gugge folgt der nächsten.

«Es ist wichtig, dass der Musikmix einer Gugge stimmt», so Amandine. Es sollten nicht immer die gleichen Schlager gespielt werden. «Sonst wirds langweilig», sagt sie und blickt ungläubig auf die Strasse. «Der hat ja kurze Hosen an.» Dann kommt auch schon die letzte Gruppe mit der Nummer 18. Aber, wo war die 17? Verpasst? Egal.

Tanja und Amandine sind zufrieden, es hat ihnen gefallen und sie gehen Richtung Bundesplatz. Denn der Zuger Umzug ist zwar für dieses Jahr vorbei, nicht aber die Fasnacht.

Yvonne Anliker/Neue ZZ

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