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STADT ZUG: Hilfe für Bondo vertagt

Die SVP verlangt, dass die Stadt Zug 100 000 Franken für die Bündner Gemeinde spricht. Der Rat will abwarten.
Blick auf das Dorf Bondo am Freitagnachmittag. (Bild: Gian Ehrenzeller / Keystone (Bondo, 25. August 2017))

Blick auf das Dorf Bondo am Freitagnachmittag. (Bild: Gian Ehrenzeller / Keystone (Bondo, 25. August 2017))

«Bondo braucht jetzt unsere Hilfe»: Unter diesem Titel hat die SVP der Stadt Zug am Montag eine Dringliche Motion eingereicht. Sie verlangt darin, dass der Stadtrat «unbürokratisch und sofort» den Ort Bondo beziehungsweise dessen Politische Gemeinde Bregaglia mit einem Beitrag von 100 000 Franken unterstützt. Die Gemeinde kämpft gegen die Folgen des verheerenden Bergsturzes, der sich vor rund einer Woche ereignet hat.

«Es ist einer der grössten Bergstürze, die die Schweiz je erlebt hat, und die materiellen Schäden der Gemeinde sind erheblich», schreibt die SVP in ihrer Motion. Die Fraktion stellt zudem fest, dass die Stadt Zug in den vergangenen Jahren immer wieder bei Kriegen und Katastrophen grosszügig Auslandhilfe geleistet habe. Sie erinnern ausserdem daran, dass Zug bei der Vorstadtkatastrophe vor 130 Jahren ebenfalls Katastrophenhilfe erhalten habe. «Dafür sind wir als Zuger heute noch dankbar.»

Stadtrat will unbürokratisch helfen – wenn nötig

Im Grossen Gemeinderat (GGR) entbrannte eine Diskussion über die «Dringlichkeit» der Motion. «Es fehlt es an Informationen. Man weiss noch nicht, welche Schäden entstanden sind und welche davon von Versicherungen getragen werden», sagte FDP-Gemeinderat Rainer Leemann. Diese Ansicht teilten die Fraktionen der SP und der Alternative-CSP. «Die SP setzt sich 365 Tage für Solidarität ein, aber nicht für solche Schaufensteraktionen», sagte Urs Bertschi. Gerne etwas «genauer hinschauen» wollte Stefan Hodel im Namen der Alternative-CSP. Eliane Birchmeier (FDP), Martin Eisenring (CVP) und Jürg Messmer (SVP) setzten sich noch mal für die Dringlichkeit ein.

Doch nach dem Votum von Stadtrat Karl Kobelt, der betonte, dass der Stadtrat ganz unbürokratisch helfen würde, wenn es nötig sei und dass bei Katastrophen oft gar keine Hilfe mehr gebraucht würde, war die Sache gelaufen. Die Motionäre wandelten ihren Dringlichen Vorstoss in ein Postulat um. Dessen Überweisung wird an der nächsten Sitzung des GGR diskutiert. (st)

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